„Zu großen Teilen zufrieden“

Das diesjährige Yunker final4 ist Geschichte. Sportlich sowie organisatorisch hatte es seine Höhen und Tiefen. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit Mathias Liebing, Marketing-Chef des Dachverbandes Floorball Deutschland über den Zustand des Events.

Floorballmagazin: Zunächst allgemein – wie ist der Verband mit der Ausrichtung des final4 zufrieden?

Mathias Liebing: Wir sind zu großen Teilen zufrieden. Das erste größere Event in Norddeutschland war ein Erfolg und ein deutlicher Fingerzeig für das kommende Jahr, in dem im Mai die U19-Weltmeisterschaft der Herren in der Hansestadt ansteht. Entsprechend hatten wir viele Sponsoren und Vertreter der Stadt sowie Sportamt vor Ort. Allesamt waren begeistert von dieser Sportart und ihrer professionellen Darbietung.

Man wächst mit seinen Aufgaben. Welche konkreten Schwächen gilt es für den nächsten Jahrgang zu beheben?

Die Sporthalle Hamburg, eine der größten Arenen in Hamburg, wird viele Schwierigkeiten lösen, die wir in der Wandsbeker Halle etwa mit den schlechten Luftverhältnissen und den geringen Nebenflächen hatten. Zudem wird uns A&O Hostels ein großes Kontingent an Übernachtungen zur Verfügung stellen können, so dass anreisende Zuschauergruppen nicht das Preis- und Kapazitätsproblem wie am vergangenen Wochenende haben. Die ersten Angebote sind dazu sogar schon veröffentlicht, die einen Vorgeschmack auf das große Rahmenprogramm mit Turnieren, Workshops und Fortbildungen liefern.

Wenn man auf die zwei Events in Leipzig zurückblickt, 2009 und 2010, lassen sich bei Themen wie Zuschauerresonanz oder Teilnahme von Teams am Talente- oder Partyturnier, wirkliche Fortschritte nicht feststellen. Ist dies regionalbedingt oder gilt es hier an entsprechenden Stellen, das Konzept anzupassen?

Mal langsam, wir reden vom ersten größeren Event, welches in Norddeutschland stattgefunden hat. Insofern sind die Zuschauerzahlen und die Teilnehmerquote vollkommen in Ordnung, wenn auch nicht sensationell. Übrigens wäre es bei der erlebten Nachfrage kein Problem gewesen, weit über 30 Teams für die final4nacht zu gewinnen. Allerdings haben wir das Teilnehmerfeld auf 20 beschränkt, um lange Pausen im Turnier zu vermeiden. Dies war 2010 ein großer Kritikpunkt. Wünschen würde ich mir, dass die Pokalteams noch stärker das Yunker final4 als Bühne nutzen – also die Damen, die zweite Mannschaft, das Hobby-Team und Nachwuchsauswahlen mitbringen, um damit das Pokalerlebnis zu feiern und damit das Event auch in eine unvergleichliche Atmosphäre zu tauchen. Denn am Ende kommt so viel raus, wie jeder bereit ist, hineinzustecken.

Wie fiel die Wahl auf Chemnitz für 2013 und könnte der Termin Anfang März auch länger erhalten bleiben?

Die Floor Fighters Chemnitz haben sich vor einigen Monaten auf unsere generelle Ausrichter-Ausschreibung gemeldet. Nach der Durchführung der U19-WM 2011 in Weißenfels, dem final4 2011 in Ingolstadt, der WM-Quali 2012 in Münster und mit Blick auf die U19 WM 2013 in Hamburg ist nun der Osten wieder an der Reihe. In Chemnitz dürfen wir uns alle auf ein Top-Event freuen. Was den Termin im Frühjahr angeht, werden wir die Resonanz abwarten. Möglich, dass sich ein früherer Zeitpunkt aufdrängt. In dieser Saison waren wir mit dem Event spät dran.