Die Bürde der Bande

Nachwuchs im Kleinformat - Kleinfeld-Banden sind zwar günstiger als Großfeld-Banden, der Nachkauf erweist sich häufig aber schwerer als gedacht. / Foto: PR Rosco s.r.o.

Nachwuchs im Kleinformat - Kleinfeld-Banden sind zwar günstiger als Großfeld-Banden, der Nachkauf erweist sich häufig aber schwerer als gedacht. / Foto: PR Rosco s.r.o.

Eine Bande ist die mit Abstand schwerwiegendste Investition eines jungen Floorball-Vereins. Doch ist eine solche erstmal angeschafft, hat das Training ein ganz anderes Niveau und auch das Ausrichten von Spieltagen fällt um einiges leichter. Wir werfen einen Blick auf das Angebot rund um dieses kostspielige Stück Plastik.

Die Entscheidung eine neue Bande anzuschaffen will wohl überlegt sein. Mehrere tausend Euro sind zu investieren, davor zahlreiche Fragen zu beantworten: Was ist ein fairer Preis? Wie lassen sich Banden finanzieren? Gibt es wesentliche technische Unterschiede?

Tatsächlich hat die heute übliche Bande bereits einiges hinter sich. Während man früher hauptsächlich auf glasfaserverstärkten Kunststoff, nicht selten sogar auch auf Holz zurückgriff, schreibt die IFF heutzutage bei Neuzertifizierungen reguläres Plastik (meist Polypropylen) vor. Dieses kann mittlerweile nicht nur leichter, sondern auch widerstandsfähiger hergestellt werden.

Noch bis vor wenigen Jahren war dabei eine andere Farbe als Weiß für Floorball-Banden kaum vorstellbar, doch nun setzt sich vermehrt Schwarz durch. Jan Rosmarin, Geschäftsführer von Rosco s.r.o., einem der drei größten Banden-Hersteller weltweit, erklärt aber, dass es sich hierbei größtenteils nur um eine Frage des Geschmacks handele. „In schmutzigen Hallen wirken schwarze Banden vielleicht nicht so schnell schmutzig, aber es ist eher ein modischer Trend.“ Nach Schweden verkaufe das tschechische Unternehmen aber praktisch keine weißen Banden mehr.

Unabhängig vom Aussehen gibt es zahlreiche technische Details, derer man sich als Käufer bewusst sein sollte. Beispielsweise können einige Banden durch eine ausgeformte Unterseite von selbst stehen, andere haben wiederum Drehfüße aus Metall, die nicht wirklich stabiler sind, die Bande eher schwerer machen und nicht selten im Nachhinein mit Teppichresten versehrt werden müssen, um Kratzer an empfindlichen Hallenböden zu vermeiden.

Auch das Koppeln von Bandenteilen erfolgt auf unterschiedliche Weisen. Möchte man sich das Suchen nach verloren gegangenen Bindehaken sparen, besorgt man sich eine Bande mit festen Gummibändern. Swerink hatte vor einigen Jahren außerdem als erste Marke Bandensysteme angeboten, die es ermöglichen Großfelder, beispielsweise im Rahmen von Kinderturnieren, in drei kleine Felder zu unterteilen. Uher, Rosco & Co. bieten mittlerweile ähnliche Alternativen.

Beim Preis stellt sich zunächst folgende Frage: Wollen wir eine neue Bande oder reicht uns eine alte? Zwar lässt sich mit dem Kauf gebrauchter Banden Geld sparen, das Angebot hält sich aber in Grenzen. Außerdem sind zahlreiche Second-Hand-Banden eher eine Herausforderung als eine Bereicherung. Häufig fehlen Bindeglieder oder Standfüße und viele ältere Konstruktionen stellen mit Rissen und scharfen Kanten eine besonders gefährliche Spielfeldgrenze dar.

Preise neuer Großfeldbanden bewegen sich beim Weltverbandspartner Swerink zwischen 8.500 und 9.000 €, Konkurrenz wie Rosco oder Uher bietet sie schon für 5.500 bis 6.000 € – ebenfalls IFF-zertifiziert. Der erhebliche Preisunterschied mag durch eine etwas besser Verarbeitung begründbar sein, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei den günstigeren Herstellern aber trotzdem optimal. Die genauen Marktpreise sind manchmal sogar noch etwas günstiger und variieren von Händler zu Händler.

Vor Kurzem startete aber der Deutsche Dachverband zusammen mit Swerink die Aktion „Bildet Banden„. Das schwedische Unternehmen veranstaltet eine Verlosung, bei der eine Großfeldbande zu einem Sonderpreis veräußert wird. Statt für etwa 9.000 € könne der Gewinner die Bande für 4.000 € zuzüglich Versand und Steuern erwerben.

„Jede Marke wird vermutlich ihre Bande hervorheben, Vereine sollten aber versuchen so viele Informationen wie nur möglich über die aktuellen Produkte herauszufinden,“ erklärt Rosmarin und weist darauf hin, dass man insbesondere Erfahrungen mit anderen Vereinen austauschen und beispielsweise bei Turnieren oder Auswärtsspielen die Eigenschaften der dortigen Banden selbst auf die Probe stellen sollte. „Für viele Vereine spielt der Preis die wichtigste Rolle, sicherlich zurecht, man sollte aber auch darauf achten, wie Themen wie Garantie, Nachkauf von Einzelteilen, Lieferung oder anderweitiger Service gehandhabt werden,“ so Rosmarin.

Tipps für den Kauf von Floorball-Banden:
1. Beim Kauf von gebrauchten Banden, deren Zustand und Unversehrtheit prüfen. Der Nachkauf von Einzelteilen sowie Reparaturen erweisen sich häufig als besonders schwierig.
2. Aber auch neue Banden sollten zunächst in der Praxis getestet werden. Details ergeben dabei ein Gesamtbild: Abprallverhalten des Balls, Standfestigkeit, Gewicht, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit bei Sturz eines Spielers, Händler- und Herstellerservice etc.
3. Reguläre Preise bewegen sich zwischen 5.500 und 6.000 € für solide Großfeld-Banden und um die 4.500 € für Kleinfeld-Banden. Dazu sollte aber bereits ein Transportwagen sowie im Idealfall auch der Versand der Bande mitinbegriffen sein.
4. Am besten bei deutschen Händlern kaufen. Diese sind durch die bestehende Konkurrenz meist preiswerter als an Listenpreise gebundene Hersteller, sie bieten Garantien zu inländischen Bedingungen und sorgen für einen günstigen Transport.
5. Nicht alles muss die Saisonumlage zahlen. Es bestehen diverse Möglichkeiten eine Bande komplett oder teilweise zu finanzieren: Kooperationen mit Schulen, Crowd-Funding durch Spendenaktion für Vereinsanhänger, Fördermittel für Sportprojekte, Co-Finanzierung mit Partnerverein, Werberakquise für Bandenteile und ähnliches, das sich miteinander auch kombinieren lässt.

Üblichste Bandenhersteller:
Polnisches Schnäppchen: AzetX
Finnisches Schwergewicht: Kosofinn
Schwedischer Klassiker: Reactor
Tschechischer Bestseller: Rosco
Schwedischer Adel: Swerink
Tschechischer Dauerbrenner: Uher

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Beschaffen von Floorball-Banden gemacht? Habt Ihr Tipps, die Ihr teilen möchtet?

Kommentare

  1. Der Bericht wirft gute Fragestellungen auf für den Kauf einer Bande, doch ich finde ihn zu einseitig und arm an Informationen für einen Verein der zum ersten Mal eine Bande kauft, da er in dem Artikel doch keine wirklich entscheidenden Informationen findet. Und wenn nur ein Hersteller befragt wird nach Vor- und Nachteilen, so kann diese Einseitigkeit auch nicht erstaunen, da dieser natürlich nur die Vorteile seines Produktes hervorhebt.

    Etwas mehr Recherche wäre da toll, z.B. bei den Vereinen, die schon länger eine Bande haben und ihre Erfahrungen damit beschreiben würden. Denn Rosco, Uher und AzetX sind einfach nur zusammengeklebter Plastik, so weit ich weiss ist dies Rosco auch. An den „Schweissnähten“ wird dies schnell mal brüchig und reisst ein oder einzelne Teile reissen ganz ab. Zudem verformen sich diese Banden sehr schnell (insbesondere die schwarzen) und teilweise sehr massiv, wenn sie mal outdoor an der Sonne stehen oder nicht ganz gerade gelagert werden.

    Dagegen ist z.B. Swerink eine ganz andere Konstruktion mit einem Innengerüst (Alu?), welches die eigentliche Konstruktion ist als Garant für Langlebigkeit und höchste Stabilität und die aufgenieteten Kunststoffgemisch-Platten garantieren den besten Rebound/Abprall. Ein Vorteil davon ist auch, dass selbst im krassesten Falle, wenn so eine Platte mal kaputt geht, sie sehr einfach ersetzt werden kann, bei anderen Herstellern muss das ganze Bandenelement ausgetauscht werden. Und die mitgelieferten Wagen sind stabil, nicht wie die miserablen Dinger der tschechischen Hersteller, die schon bei Anlieferung nicht wirklich sauber rollen.

    Andererseits gibt es auch auf Seite von z.B. Swerink Nachteile. Nennen würde ich da z.B. dass sie die Bande ist, die am aufwändigsten ist zum Aufstellen und wieder zusammenräumen, was in einem zeitlich engen Fenster in Trainings auch ein Faktor ist (diesbezüglich ist wohl Uher immer noch unschlagbar schnell und einfach aufgestellt). Dafür steht sie auch horizontal sehr gerade bzw. sie bildet nicht so schnell einen zick-zack-Kurs auf der Linie wie alle anderen Banden (was für gute Bandenpässe ein absolutes Muss ist). Doch wenn sie mal nicht mehr steht, dann fällt sie auf der ganzen Länge und die „Balljungs“ haben hart zu arbeiten….

    Und so weiter….

    Es wäre schön hier ein paar Erfahrungsberichte von Vereinen zu kriegen, auch im Vergleich zu dem was sie von anderen Bandensystem (z.B. von Spieltagen oder ehemaligen Vereinen) wissen.

    Fragen die ich z.B. gerne beantwortet hätte:
    – wie einfach und schnell lässt sich die Bande auf- und abbauen?

    – hattet ihr schon einen Reparaturfall und wie wurde der abgewickelt?

    – wieviel habt ihr für was (inkl. Wagen, Gross/Kleinfeld, Transport) bezahlt?

    – hattet ihr schon Verletzungen bei euren Spielern gehabt, die auf die Konstruktion der Bande zurückzuführen sind?

    – wieviel Platz braucht die Bande im „Geräteraum“?

    – wie gut ist der Rebound von der Bande und wie gerade steht die Bande im Training noch, wenn mal ein Zweikampf daran stattfindet?

    – welche Beschädigungen wie Kratzer, Absplitterungen, Risse, Verfärbungen, Verformung könnt ihr im Laufe der Zeit feststellen?

    Wer kennt noch wichtig Fragen und wer kennt Antworten?

  2. Ich finde Babbel seinen Kommentar mal wieder sehr sinnvoll und er dient, wie gewohnt, dem Artikel als Bereicherung. Marburg will sich gerade auch eine Bande leisten bzw. spart wie wild darauf. Vielleicht findet sich ja ein paar Unterstützer: http://marburger-elche.de/index.php/bande2012.html – Entschuldigt die Werbung. 😉

  3. Jedoch haben wir uns auch vorher Gedanken gemacht und haben dazu den Vereinen auch Fragen geschickt, welche Erfahrungen sie mit den Banden gemacht haben. Welche ich hier anonymisiert zur Verfügung stelle: „Ich halte nichts von Billigbanden. Wir haben uns zwei Kosofinn-Banden (alte Bauart, so wie die Heidelberger Bande) angeschafft, die sind langlebig und halten enorm viel aus. Insofern darf man, nur weil es sich um die “Erstanschaffung” handelt, nicht am falschen Ende sparen. Eine Bande, einmal angeschafft, ist eine Investition für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Da kann man ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen. – Von Swerink habe ich ebenfalls viel Gutes gehört. Von den ganz leichten, L-förmigen rate ich euch ab, auch wenn die etwas leichter zu transportieren bzw. tragen sein mögen.“ „Wir haben eine Uher Bande und sind bisher sehr zufrieden damit.“ „Swerink ist sicherlich qualitativ am Besten. Ob die neue Kosofinn noch der Knaller ist, keine Ahnung. . Unihoc ist teuer und wirkt für mich instabil. Uher ist billiger und Rosco denke ich nochmal billiger als Uher. Qualitätsunterschied Uher/ Rosco kann ich nicht sagen. Am billigsten ist sicherlich, man bekommt in der Schweiz eine gebrauchte. Auch Rosco könnte man anfragen wegen einer gebrauchten Bande. Wir haben unsere Roscobande nie bereut, auch wenn bei der Kosofinn der Ball besser abspringt.“ Weiterhin haben wir paar Fragen zur Finanzierung der Bande gestellt, welche jedoch durch die Antworten Rückschlüsse auf die Vereine gibt.

  4. Ja, wobei ich den Artikel völlig in Ordnung halte, sollte wohl als Diskussionsgrundlage dienen, weil da wohl die Erfahrungen der Verein das wichtigste sind.

    Also von KOSOFINN kann ich nur abraten, zumindest von den schweren. Wir haben in Berlin eine, die ist zwar schon einige Jahre alt, aber war recht früh schrottreif. Schwer wie sau, die Bindegummis festmachen geht tierisch auf die Nerven, Eckbögen sind sogar schon gebrochen (!), Standbeine lösen sich und gehen verloren, ganz schlimm. Ist möglich aber, dass die neuen mehr taugen.

    Dann hatten wir hier eine zeitlang eine von irgendeiner Marke, die ich nicht mehr weiß. Jedenfalls war sie sehr dünn und wohl wie es im Artikel heißt aus „glasfaser verstärktem“ Kunststoff. Verbunden wurden die Teile indem man sie zusammengeschoben hat. Nicht nur dass sie im Standknick (hatte so eine L-Form) brach, einmal stürzte ein Spieler rein und schnitt sich die Kante bis an den Knochen in den Oberschenkel. Deshalb lieber Plastik 😀

    Wir haben in Berlin seit ein zwei Jahren glaube ich zwei ROSCO-Banden und die sind top. Leicht, lassen sich gut zusammenbauen, einwandfrei. Und der Preis hat auch gestimmt.

    SWERINK kenne ich nur von Auswärtsspielen und muss sagen, dass ich die Bande irgendwie nicht leiden kann. Erstens springt der Ball immer im Bogen ab, was ich fast erschreckend fand und zweiten ist die idiotische Markierung der Wechselzone auf dem Rücken der Bande völlig sinnlos, weil man sie wesentlich leichter übersieht als klassische Klebestreifen.

    Ich denke aber auch, dass wenn man Geld sparen will, man sich in der Schweiz oder Tschechien umhören sollte ob es dort was gebrauchtes gibt. Habe aber keine Ahnung, wo man soetwas herausfinden könnte.

  5. Wir verfügen über 4 Großfeldbanden. 1 x unihoc (15 Jahre alt, weiss), 1 x uher (5-6 Jahre alt, schwarz), 1 x Rosco (4 Jahre alt, schwarz), 1 x Rosco (2 Jahre alt, schwarz).

    Die unihoc Bande hat den Spielbetrieb in Bundes- und Regionalliga sowie Jugendbereich ca. 10 Jahre lang mitgemacht. Danach waren so viele Verbindungsteile abgebrochen, dass sie den Anforderungen nicht mehr genügte. Einzelne Teile werden immer noch im Training benutzt.

    + gute Abprallgeschwindigkeiten des Balls
    – Kanten z.T. scharf
    – Verbindungsteile nach 10 Jahren dahin
    – Preis

    Die uher Bande nutzen wir nach wie vor ohne Probleme. Die Bande wirkt, insbesondere an den Verbindungsteilen, z.T. schon etwas zusammengeklebt, aber es hält. Das Material ist etwas weicher, dafür aber auch flexibler bei Stürzen. An den Füßen haben sich mit der Zeit einige wenige minimale Risse gebildet – aber bisher ohne jegliche Beeinträchtigung. Die Bande hat für uns aber einen gravierenden Nachteil. Wir bekleben alle Banden mit Bandenwerbung. Auf der Rückseite der Bande steht ein kreisförmiges Materialstück heraus. Dies hat den eigentlichen Zweck, dass die Banden beim Lagern ordentlich aufeinanderliegen und somit ein gleichmößiger Abstand gewahrt wird. Allerdings drückt sich dieses Stück jeweils in die Vorderseite der darüber liegenden Bande und zerstört recht schnell in dem Bereich die Werbung. Wir haben nach einem Jahr einen Großteil unserer Werbung austauschen müssen, da diese beschädigt keinem Sponsoren mehr zumutbar war. Aus unserer Sicht leider ein absolutes No-Go.

    + Langlebigkeit (wir empfinden das so)
    + Preis/Leistungsverhältnis
    – geringe Ballabprallgeschwindigkeit
    – Verbindungen wirken z.B. etwas lieblos
    – – Zerstört Werbung beim Lagern

    Wir haben anschließend eine Rosco-Bande gekauft, die wir seit dem im Bundesligaspielbetrieb und -training einsetzen. Diese ist qualitativ vergleichbar mit Uher, auf jeden Fall nicht schlechter. Die Verbindungen hier wirken nicht so lieblos geklebt. Das Material ist natürlich auch weicher, als das der unihoc Bande, etwa vergleichbar mit Uher. Dafür aber eben auch etwas flexibler, wenn doch mal jemand in die Bande stürzt und diese sich dabei verbiegt. Bislang haben wir keinerlei Anzeichen, dass die Bande kaputtgeht oder nicht hält. Sie genügt unseren Anforderungen in Bunde/Regionalliga und Junioreneinsätzen. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Uher ist, dass diese sich ordentlich lagern lässt und unsere Bandenwerbung keinen Schaden nimmt.

    Aus diesem Grund haben wir uns eine weitere Rosco Großfeld-Bande angeschafft, die wir in den verschiedenen Mannschaften nutzen, da wir zufrieden waren.

    + Preis/Leistungsverhältnis
    + genügt unseren Anforderungen in BL/RL/Jugendbereich
    + zerstört unsere Werbung nicht
    – geringe Ballabprallgeschwindigkeiten
    – Verarbeitung natürlich nicht vergleichbar mit einer Swerink

    Eine unihoc-Bande kam bei unseren Neuanschaffungen auf Grund der brechenden Verbindungen leider nicht in Frage, auch wenn sie gute Spieleigenschaften aufweist. Kosofin ist auch recht teuer, außerdem fällt immer die ganze Bande um, wenn mal einer hineinfällt ;). Wir standen somit vor der Entscheidung Swerink (preisintensiv) oder Rosco/Uher (preiswert). Letztendlich haben wir uns in jüngster Vergangenheit wg. dem Preis-Leistungsverhältnis für die Rosco-Banden entschieden. Preislich liegt schon viel dazwischen und nur wegen der besseren Spieleigenschaften eine Swerink zu kaufen, sahen wir nicht unbedingt erforderlich. Bislang hat sich keiner unserer Spieler oder Gegner über die Eigenschaften unserer Banden beschwert, weshalb wir nach wie vor zufrieden mit unserer Kaufentscheidung sind. Und auf Grund der Preisgünstigkeit konnten wir alle Trainingshallen mit Banden ausstatten und keine Mannschaft muss ohne trainieren. Ein wesentlicher Vorteil.

    Bzgl. der Fragen zum Thema Auf/Abbau. Alle drei von uns genutzten Banden (unihoc, Uher, Rosco) zeigen hier gleiche Eigenschaften, da die Stecksysteme identisch sind. Wir können hier keine Unterschiede ausmachen. Der Transport bzw. die Lagerung bringt auch keine Vor- oder Nachteile, da alle drei Banden auf identischen Wagen transportiert werden, mit denen wir bislang keine Probleme hatten. Alle drei Banden würden wir aus jetziger Sicht als langlebig bezeichnen, auch wenn die unihoc Bande nach rund 10 Jahren intensiven Einsatzes im Spielbetrieb für selbigen nicht mehr geeignet ist. Jetzt nach rund 15 Jahren sind aber immer noch viele Teile im Einsatz. Die Uher und Rosco Modelle haben bislang keine Schäden genommen. Wir haben noch nichts in Austausch oder Reparatur investiert (die Neubeschaffung der Werbung bei Uher mal ausgenommen).

    Vielleicht helfen unsere Erfahrungen dem ein oder anderen Verein :).

  6. Die Ausführung von David finde ich top und wenn wir schon mal auf einem grossen gemeinsamen Nenner sind, dann mach ich auch dort weiter wo er aufgehört hat.

    Zu Swerink kann ich fast nur das Beste sagen, da muss ich also mal dem Casper widersprechen – welch ein Tag 😉
    das Abprallverhalten finde ich sehr gut, die Auswechselmarkierung oben drauf ebenso. Die klassischen Kleber über die ganze Bande runter sehen einfach scheisse aus und sind meines Erachtens einem Sponsor nicht wirklich zumutbar.
    Die von Casper beschriebenen, ineinandergesteckten Kohlefaser-Dinger kenne ich auch noch. Das sind die ältesten Unihoc-Modelle und die gibt es zum Glück für alle Bandenhobler nicht mehr… Auch ich kenne sehr blutige Unfälle damit…

    Ich habe die Punkte von David einfach mal mit meinen Kommentaren ergänzt (Uher und Swerink):

    UNIHOC
    + gute Abprallgeschwindigkeiten des Balls
    – Kanten z.T. scharf
    – Verbindungsteile nach 10 Jahren dahin
    – Preis

    UHER
    + Langlebigkeit (Chemnitz + div. in NRW seit 2005, Niedersachsen, Leipzig)
    + Preis/Leistungsverhältnis
    – geringe Ballabprallgeschwindigkeit
    – Verbindungen wirken z.B. etwas lieblos, sind bis anhin aber erstaunlich stabil
    – Zerstört Werbung beim Lagern
    – starke Verformung bei Nutzung im Aussenbereich oder nicht 100% sachgerechter Lagerung
    – nach Stürzen von Spielern, bilden sich zwischen Bandenteilen Abstände und die Bande steht sofort komplett im zick-zack-Kurs

    ROSCO
    + Preis/Leistungsverhältnis
    + genügt unseren Anforderungen in BL/RL/Jugendbereich
    + zerstört unsere Werbung nicht
    – geringe Ballabprallgeschwindigkeiten
    – Verarbeitung natürlich nicht vergleichbar mit einer Swerink

    SWERINK
    + beste Stabilität nach Aufbau (Längsausrichtung)
    + Werbung kann auf beiden Seiten problemlos beklebt werden
    + Grossfeld kann mit Stecksystem perfekt in kleine Felder geteilt werden
    + bestes Design, sieht auch nach bester Qualität aus
    – Preis
    – wenn Bande umfällt, fällt oft ganze Länge um
    – braucht präzisen Krafteinsatz und etwas mehr Zeit für Aufbau