Döbeln rüstet mit

Tschechische Verstärkungen sollen helfen, in der 1. Liga weiterjubeln zu können. / Foto: Axel Hamann, UHC Döbeln

Tschechische Verstärkungen sollen helfen, in der 1. Liga weiterjubeln zu können. / Foto: Axel Hamann, UHC Döbeln

Der UHC Döbeln will nun zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte gezielt auch auf ausländische Verstärkungen setzen. Zwei tschechische Spieler wurden bereits getestet, im Dezember sollen weitere folgen.

Wie die Döbelner Allgemeine Zeitung berichtete, habe man in Döbeln bereits den ehemaligen Verteidiger des MFBC Leipzig Ondrej Kavalir sowie einen seiner tschechischen Landsmänner getestet. Aufgrund einer neuen Partnerschaft mit dem tschechischen Drittligisten Hurricanes Karlovy Vary sollen im Dezember von dort weitere Spieler zum UHC wechseln. Einen deutschen Rückkehrer soll es auch noch geben.

Nach dem verzögerten Comeback in die 1. Bundesliga, will man in Döbeln nach den Playoffs greifen. Für dieses Ziel sah man sich nun auch im Ausland nach Verstärkungen um. “Die Region ist abgegrast und wir sind kein Weißenfels, das schon lange einen großen Namen hat,” habe Vereinschef Stephan Müller das mäßige lokale Angebot beschrieben.

In den vergangenen Wochen und Monaten habe UHC-Spieler und Vorstandsmitglied Enrico Franze Kontakte zu ausländischen Vereinen geknüpft, auch zu einem in der Schweiz. Besonders hilfreich sei auch die Teilnahme der Mannschaft an einem internationalen Turnier in Karlovy Vary gewesen. Vor Ort habe man sich in Döbeln um Lehrstellen und Arbeitsstellen gekümmert, die neuen Spielern bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden können. Gezahlt werde sonst nur Kilometergeld.

Tschechische Verstärkungen werden in der Grenzregion immer beliebter. Zuletzt griffen die Igels Dresden mit Hulic, Vrana, Konik, Horak und Tucek sowie mit Trainer Tomas Syrycansky sogar auf sechs tschechische Legionäre zurück. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga reichte es dort für Tabellenplatz sieben und den Einzug ins final4-Halbfinale.

Ergänzende Quelle: Manuela Engelmann, Döbelner Allgemeine Zeitung (14.07.2012)