„Wir wollen ins Viertelfinale“

Will mit Deutschland ins Viertelfinale – Teamküken Jonas Hoffmann (li.). /Foto: IFF

Mit 17 Jahren ist er der Jüngste im deutschen Team und steht damit sinnbildlich für die neue Jugend in der Nationalmannschaft. Jonas Hoffmanns Karriere nahm in den letzten Monaten eine steile Entwicklung. Bei der WM in der Schweiz will der junge Flügel nun den nächsten Gipfel stürmen.

Acht Spieler aus dem 20-Mann-Kader, den Cheftrainer Philippe Soutter für die Endrunde nominierte, sind Jahrgang 1990 oder jünger. Das Team hat damit einen der tiefsten Altersschnitte aller Mannschaften. Mit 17 Jahren ist Jonas Hoffmann das Küken der deutschen Equipe. Beobachtet man den Norddeutschen auf dem Feld, meint man jedoch, einen erfahrenen Routinier zu sehen: Spielmacher-Pässe und eiskalte Abschlüsse gehören zu den Stärken von Hoffmann, ebenso seine Abgeklärtheit.

Im Sommer wechselte das Riesentalent vom Zweitligisten Mittelnkirchen/Stade zu Meister Weißenfels, wo er direkt in der ersten Linie landete. Und auch im Nationalteam dürfte er bei der WM nicht nur die Rolle des Ergänzungsspielers auszufüllen haben.

Floorballmagazin: Hallo Jonas, Du bist mit 17 Jahren der Jüngste im Deutschen Team. Wie siehst Du Deine Rolle in der Mannschaft?

Jonas Hoffmann: Ich kann viel lernen von den älteren Spielern. Meine Rolle ist es, davon zu profitieren. Und natürlich ist es eine Aufgabe, dass ich Tore mache.

Stichwort Tore. Beim letzten Testspiel gegen Polen testete Dich der Cheftrainer an der Seite der Holtz-Brüder. Bei dem 11:2-Sieg gelangen Dir drei Treffer – eine beeindruckende Duftmarke. An wessen Seite würdest Du bei der WM gerne spielen?

Ja, das war ein Superspiel von uns und das mir drei Tore gelangen, war ein toller Erfolg für mich. Natürlich würde ich gerne mit den Holtz-Brüdern zusammen spielen, aber das wird, so denke ich, nicht der Fall sein.

Wie schätzt Du Eure Gruppengegner ein?

Nun, zu Finnland muss ich nicht viel sagen. Kanada und Russland sind beides Eishockey-Nationen. Es wird nicht einfach, aber ich denke, wir sind gut vorbereitet und werden die Spiele positiv bestreiten.

Wann trefft Ihr in der Schweiz zusammen und wie sieht dann der Fahrplan bis zum Hammer-Auftakt am Sonntag gegen Weltmeister Finnland aus?

Wir treffen uns morgen in Zürich, haben Samstag noch ein Testspiel (gegen den SML-Klub Rychenberg-Winterthur, d. Red.) und dann geht´s endlich los.

Dein Karriere gingen in den letzten Monaten durch die Decke. Als 16-jähriger aus der zweiten Liga wurdest Du im Februar für die WM-Qualifikation aufgeboten, hast dort vier Punkte markiert. Danach der Wechsel zu Weißenfels, Teilnahme EuroFloorball Cup – nun die WM. Reibst Du Dir bei dieser Entwicklung nicht manchmal die Augen, weil Du denkst, dass Du träumst?

Ja, es war echt ein Riesensprung, aber es war genau das richtige. Denn nur so kann ich mich schnell und gut weiterentwickeln. In der Liga sind wir gut dabei und der EuroFloorball Cup war auch eine tolle Erfahrung, da wir mit einer so jungen Mannschaft bis ins Halbfinale gekommen sind. Und jetzt steht das nächste Highlight an. Ich hoffe, dass ich da auch ein bisschen zeigen kann, was ich drauf habe.

Was sind Deine Ziele für die WM – sowohl persönlich als auch mit dem Team?

Mit dem Team will ich ins Viertelfinale kommen und dann werden wir sehen, was passiert. Für mich persönlich ist es mein Ziel, dass ich drei Tore mache.