Floorball-WM startet in der Schweiz

Das Finale 2010 in Helsinki füllte die Hartwall Arena, 2012 soll es im Züricher Hallenstadion nicht anders werden. / Foto: IFF

Das Finale 2010 in Helsinki füllte die Hartwall Arena, 2012 soll es im Züricher Hallenstadion nicht anders werden. / Foto: IFF

Am Sonntag beginnt in Bern und Zürich die neunte Floorball-Weltmeisterschaft der Herren. Die deutsche Auswahl schielt dabei nach einem historischen Erfolg in Form des Einzugs ins Viertelfinale. Das Floorballmagazin nimmt vorab bereits sämtliche Spannung aus dem Rennen und verrät den Ausgang des Turniers. Sorry.

Diesmal hat es die Losfeh mit Deutschland nicht all zu schlecht gemeint und deshalb tippen wir auf einen historischen Erfolg. Zwar wollen wir keinen unnötigen Druck aufbauen, aber Floorball ist nichts für Tiefstapler und deshalb wissen wir genau wie es kommt: Als erstes macht Soutters Auswahl in der Gruppe die „Schmach vom Globen“ 2006 wet und zieht an Russland mit 9:5 vorbei ins Viertelfinale. Das 2:11 gegen Finnland und 9:2 gegen Kanada bringen das Team in Stimmung.

Im Viertelfinale reicht es mit 3:9 leider nicht gegen Tschechien, die Kür kommt aber noch. Im Platzierungspiel gegen Estland gelingt auch die Revanch für 2010, Deutschland siegt mit 8:6. Als Belohnung darf die Mannschaft am Samstag, den 08.12.2012 im Züricher Hallenstadion ran. Lettland gewinnt zwar mit 7:5, Platz sechs wird aber euphorisch gefeiert, Soutter und Kern finden sich auf einer deutschen Euro-Sonderprägung wieder und Fredrik Holtz steht im Allstar-Team.

Promo-Video der Floorball-WM 2012

Nachdem eine Schweizer Mannschaft ein weiteres Mal auf heimischem Boden die unerträgliche Favoritenlast nicht ertragen kann und mit 4:6 ein weiteres Mal die Bronzemedaille an Tschechien weiterreicht, erobert Schweden gegen erschöpfte Finnen seine Krone mit 7:3 zurück. Eigentlich kann man sich jetzt die Reise in den Süden sparen. Für diejenigen, die dennoch das Beste daraus machen wollen, in Südbaden werden Gummibärchenblumen gezüchtet und ein Glücksschweinmuseum ist auch in der Nähe.

1. Schweden
Umbruch geschafft. Die jungen Kräfte sind nicht nur titelhungrig, sondern haben auch die Ausdauer sechs Siege in acht Tagen einzufahren.

2. Finnland
Gegen die Schweiz wird’s im Halbfinale noch reichen im Endspiel werden den alten Herren aber die Kräfte fehlen. Der Weltmeister wird’s schwer haben.

3. Tschechien
Tschechien macht einen wichtigen Schritt nach dem anderen. An Schweden wird man im Halbfinale zwar noch nicht vorbeikommen, eine Medaille wird sich das junge Team aber verdienen.

4. Schweiz
Eher Segen als Fluch. In Heimatmosphäre taten sich Eidgenossen und Eidgenossinnen zuletzt häufig schwer, zumal Tschechien im Aufwind ist. Die Schweizer werden zu tragischen Helden.

5. Lettland
Die große Klasse in zweiter Reihe, der ewige Fünfte. An Finnland wird im Viertelfinale kein Weg vorbeiführen, Norwegen und Deutschland wird man aber zu knacken wissen.

6. Deutschland
Die Überflieger des Turniers. Tatsächlich ist die deutsche Auswahl nicht nur bestens vorbereitet, sondern darf sich bei der Losfeh für machbare Aufgaben bedanken.

7. Norwegen
Die Skandinavier um Ketil Kronberg manövrieren sich zwar aus einer schweren Gruppe mit Polen und Ungarn ins Viertelfinale, doch in den Endspielen bleibt man glücklos.

-. Estland
Die tapferen Balten schaffen mit einem Gruppensieg gegen die Slowakei den Einzug ins Viertelfinale, scheitern dort aber an Schweden und unterliegen im Platzierungsspiel auch Deutschland.

9. Slowakei
Tatsächlich sind die Osteuropäer eine der Nationen im Aufwind, das verlorene Duell gegen Estland, schickt sie aber nur in die Trostrunde. Dafür wird dort alles gewonnen.

10. Russland
Die Niederlage gegen Deutschland bedeutet für die Russen die Platzierungsrunde. Einem Sieg gegen die USA folgt eine unerwartete Klatsche durch die Slowakei.

11. Polen
In der Gruppe ziehen die Polen gegen Norwegen den Kürzeren und müssen sich gleich in der Platzierungsrunde den ambitionierten Slowaken stellen. Ein Sieg gegen die USA macht die wenigsten glücklich.

12. USA
Mit einem Erfolg gegen Japan schaffen die Nordamerikaner, die zum Großteil aus einheimischen Europäern bestehen, den Sprung in die bessere Platzierungsrunde, gegen Russland und Polen gibt es aber nichts zu holen.

13. Ungarn
Das nennt man Lospech. Die anspruchsvollen Ungarn kommen in der Gruppe an Norwegen und Polen nicht vorbei, gegen Singapur und Kanada klappt’s.

14. Kanada
Der Aufschwung scheint erstmal gestoppt. In der Gruppe ist man klar die Nummer vier, ein Erfolgserlebnis gibt es in den Platzierungsspielen gegen Japan.

15. Singapur
Besser als man denkt, für mehr als den Sieg im Asienderby gegen Japan um Platz 15 wird es aber leider nicht reichen.

16. Japan
In der Quali hat man zwar Australien und Korea ausgeschaltet, die europäische Konkurrenz lässt aber nicht viel zu.

Wer denkt, eine klügere Glaskugel in der Abstellkammer liegen zu haben, darf dies beweisen und bei unserem Gewinnspiel zuschlagen. Viel Glück!