Eine gute Tat

Wiedergeboren aus Ruinen - In Bordesholm kam die neue U19-Nationalmannschaft der Damen zusammen. / Foto: Elke Scholz

Wiedergeboren aus Ruinen – In Bordesholm kam die neue U19-Nationalmannschaft der Damen zusammen. / Foto: Elke Scholz

Zusammen mit dem Dachverband belebte Bundestrainer Simon Brechbühler zum Jahresende die zwischenzeitlich eingestellte Arbeit der U19-Nationalmannschaft. In Bordesholm kamen knapp vierzig Juniorinnen zusammen, feilten am spielerischen Können und waren sich auch für eine gute Tat nicht zu Schade.

Der Einladung von Floorball Deutschland, über den Jahreswechsel an einem Trainingslager der U19-Juniorinnen teilzunehmen, folgten 38 junge Frauen aus ganz Deutschland. Für dieses ehrgeizige und ungewöhnliche Projekt konnte Nationaltrainer Simon Brechbühler den Teamchef und Co-Trainer Moritz Moersch, Goalie-Trainerin Pierina Beroggi, Co-Trainer „Haru“ Zysset und Betreuerin Elke Scholz gewinnen. Unterstützt wurde das Trainer-Team vor Ort von den schleswig-holsteinischen Damen-Trainern Frederike Scholz und Tilmann Gebhardt.

„Die Auswertung der Ergebnisse der physischen und technischen Leistungstests zeigen im physischen Bereich teilweise große Unterschiede in Kraft, Koordination und Ausdauer. Im technischen Bereich sind deutliche Defizite bei allen Spielerinnen sichtbar“, erklärt Brechbühler. Die weiteren Trainingseinheiten hätten Grundsätze in der Defensive, Offensive und Kondition umfasst, wobei deutlich zu erkennen sei, dass den Spielerinnen der Großfeldspielbetrieb in den Heimatvereinen fehlt, beziehungsweise wo Großfeld gespielt wird, es an Erfahrung mangele. Ein erstes Spieltraining verlief im ersten Durchgang entsprechend unstrukturiert.

Im weiteren Verlauf des Trainingscamps wechselten sich Physis- und Floorball-Training mit wiederkehrenden Testspielen ab. „Der Zusammenzug der jungen Floorballerinnen zeigte, dass es viele Spielerinnen mit Potential in Floorball Deutschland gibt. Der Einsatz und das große Engagement der Teilnehmerinnen über Silvester und den Neujahrestag bewiesen deutlich, dass auch der Leistungsgedanke bei den Spielerinnen vorhanden ist. An dieser Stelle gilt es, die jungen Damen ‚abzuholen‘, ihnen entsprechende Trainingsvorgaben in ihre Heimatvereine mitzugeben und vor allen Dingen an ihren eigenen Leistungswillen zu appellieren“, kommentiert der Schweizer Bundestrainer.

Die Jahreswende wurde am Nachmittag mit einem Teamevent der anderen Art begonnen. Die Spielerinnen hatten in Kiel für 5 Euro ein Geschenk kaufen dürfen, das sie zum Beispiel im Tauschverfahren in Geschäften und auf der Straße „aufwerten“ konnten. Die Geschenke kamen dann Menschen, die am Silvestertag arbeiten mussten, wie etwa der Polizei, dem Pflegepersonal eines Altenheimes und den Moderatoren eines Radiosenders zugute. Die Mitarbeiter des Senders nutzten diese Geste zu einem Kurzinterview mit Simon Brechbühler, das dann am späten Nachmittag auch gesendet wurde. Mit alkoholfreiem Sekt wurde dann auf das Neue Jahr 2013 angestoßen.

Einen besonderen Dank sprach der Bundestrainer der Vereinspächterin Merle Henning, welche die Räumlichkeiten für die Unterkunft zur Verfügung stellte, und den Eltern der schleswig-holsteinischen Teilnehmerinnen, die durch umfangreiche Unterstützung in ihren Küchen die Verpflegung der Spielerinnen und Betreuer mit sicher stellten.

Quelle: Presseinfo U19-Nationalmannschaft