Leipzig schlägt zurück

Christian Fritsche und sein MFBC melden sich eindrucksvoll im Ligabetrieb zurück. Mit 12:5 geriet Wernigerode heute unter die Räder /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Christian Fritsche und sein MFBC melden sich eindrucksvoll im Ligabetrieb zurück. Mit 12:5 geriet Wernigerode heute unter die Räder. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Leipzig, Chemnitz, Dresden. Drei Teams, drei Highlights, drei Spiele, die die Tabelle deutlich spannender und zugleich verwirrender machen. Von Platz 10 zu Platz 4 liegen nur neun Punkte. Ein Abstand, der das Ende der regulären Saison völlig offen lässt und eine heiße Phase einläutet.

Die Lilienthaler Wölfe verlieren mit 4:11 gegen Serienmeister Weißenfels, der den Pokalstrauchler unbeeindruckt wegsteckte. Berlin arbeitet sich sicher zum Sieg in Döbeln. Ein besonderer Moment erfolgte kurz vor Beginn des Spiels, als UHC Spieler Michael Schulz seine Freundin mit einem Heiratsantrag überraschte.

Spannung an der Weser
Weshalb Nationaltrainer Phillipe Souter den Dresdner Eric Schuschwary in sein Nationalteam berufen hat, stellte dieser eindrucksvoll gegen Bremen unter Beweis. Vier Tore, drei Assits, an allen Toren der Elbstädter war er beteiligt. Eine Bilanz, die Bremen das fürchten lehrte. Nach einem ausgeglichenem ersten Drittel erwischte das Team von Trainer Kasche den besseren Start und legte  binnen fünf Minuten drei Tore vor.  Die Igels antworteten im zweiten Spielabschnitt mit Bravour und egalisierten auf 4:4. Am Ende behielten kämpfende Dresdner die besseren Nerven und siegten in Bremen mit 7:6

Chemnitz entreißt Hamburg einen Punkt
Die Formkurve der Floor Fighters zeigt in den letzten Wochen deutlich nach oben und dass Hamburg überall straucheln kann, beweisten Ende des letzten Jahres bereits die Döbelner. In einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe blieben viele Chancen ungenutzt. Mit 3:3 ging es in die Overtime. Nachdem die Schiedsrichter den ersten Treffer des ETV aberkannten, konnte von Kroge per Direktabnahme den Dextrapunkt dennoch sichern. Hamburg verweilt weiterhin auf dem zweiten Platz, Chemnitz rückt an Lokalrivalen Döbeln auf einen Punkt heran.

Rückkehr der Löwen
Der Eindruck täuscht definitiv nicht. Leipzig tätigte zwei Königstransfers. Bereits im Pokal bewies das schwedischer Gespann Carlsson und Hallen, welche Bedeutung sie für den MFBC haben würden. Zunächst kam aber Wernigerode besser ins Spiel. Trotz der frühen Leipziger Führung konnten die Devils den Spielstand bis zum Ende des Drittels auf 3:1 drehen. Doch die Messestädter schlugen eiskalt zurück, mit sechs Toren, zwei innerhalb der ersten 100 Sekunden. Alleine Carlsson verbuchte im zweiten Spielabschnitt vier Tore und eine Vorlage. Mit 7:3 startete der Schlussabschnitt, in dem der MFBC direkt an seine Leistung anschloss und die Partie bis zur 48. Spielminute entschied. Letztendlich demontiert Leipzig den Vizemeister mit 12:5, in dem nicht nur das Schwedenduo überzeugte, sondern auch ein starker Patrick Schmidt den Sieg sicherte.

Ergebnisse
MFBC Leipzig – Red Devils Wernigerode 12:5
UHC Sparkasse Weissenfels – TV Lilienthal 11:4
Floor Fighters Chemnitz – ETV Hamburg 3:4 (n.V.)
Eiche Horn Bremen – Unihockey Igels Dresden 6:7
UHC Döbeln 06 – BA Tempelhof Berlin 7:10

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