Mahnken dankt ab

Mahnken findet deutliche Worte - der Stammverein wolle Erfolg, mache "dafür aber keinen Finger krumm". / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mahnken findet deutliche Worte – der Stammverein wolle Erfolg, mache „dafür aber keinen Finger krumm“. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Kölns Daniel Mahnken steht dem ASV ab Sommer nicht mehr zur Verfügung. Nach der vierten Saison beendet der Trainer des Damen-Bundesligisten sein Engagement in der Domstadt. Beim Verein fehle ihm Perspektive und Unterstützung.

„Ich hätte große Lust, ein junges, motiviertes Team zu coachen und es langsam aufzubauen. Zu sehen, wie junge Spielerinnen Fortschritte in den Trainings und Spielen machen, ist das Größte“, resümiert Mahnken. Das sei beim ASV Köln aber leider nicht möglich.

Mahnken übernahm 2008 zunächst das Training der Floorballerinnen im Hochschulsport und formte aus dieser Gruppe die heutige Vereinsmannschaft. Bereits in der ersten Saison 2009/2010 belegten die ASV-Damen den dritten Platz bei der deutschen Kleinfeld-Meisterschaft, ein Jahr später wurden sie Regionalligameister. In der vergangenen Saison erreichten die Damen des ASV Köln auf dem Großfeld das final4 und qualifizierten sich dieses Jahr als Tabellenerster der Weststaffel für die Playoffs.

Nun fehle Mahnken aber die Perspektive. Zum Aufbau einer Nachwuchsabteilung benötige er wesentlich mehr Unterstützung vom Stammverein. „So wie ich den ASV Köln in den letzten Jahren erlebt habe, sollen wir zwar in den höchsten Klassen und möglichst professionell spielen, aber ohne dass der ASV einen Finger dafür krumm machen muss“, moniert Mahnken deutlich.

Eine Damentrainingszeit unter der Woche habe man damals nur bekommen, weil die Herren etwas von ihrer Zeit abgegeben hätten. Auch für das Kinder- und Jugendtraining bekäme die Floorball-Abteilung einfach nicht genügend Hallenzeiten. „Und so fehlen dem Damen-Team wiederum junge Spielerinnen, die Feuer und Flamme für Floorball sind. Ein Teufelskreis“, fasst Mahnken zusammen.

Über die persönliche Zukunft habe sich Mahnken noch keine Gedanken gemacht, im Vordergrund stünden zunächst die Bundesliga-Playoffs. Einen Nachfolger gäbe es auch nicht: „Ich bin in diesen Prozess nicht eingebunden, aber ich hoffe, dass meine Ladies da möglichst schnell Klarheit bekommen. Wer auch immer es wird, kann sich glücklich schätzen, die ASV-Damen sind ein tolles Team“, schließt der ehemalige U19-Bundestrainer ab.