Debakel in Döbeln

Konnte dem Wernigeroder Torfeuerwerk nichts entgegensetzten - Döbelns Torhüter Stephan Richter /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Konnte dem Wernigeroder Torfeuerwerk nicht standhalten – Döbelns Torhüter Stephan Richter. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Die Red Devils melden sich fulminant zurück. Ein regelrechtes Schlachtfest zelebrierten diese beim UHC Döbeln. Doch auch die Verfolger aus Leipzig bleiben ihrer Spur treu und feierten gegen Berlin den sechsten Sieg in Folge.

Das auf hohem Tempo geführte Gipfeltreffen zwischen Weißenfels und Hamburg entschieden die Hausherren mit 7:5 für sich. Ausschlaggebend war dabei vor allem das erste Drittel. Zwar konnte der ETV nach sechs Minuten in Führung gehen, doch drehten Ohlsson, Siede und Hoffmann den Stand auf 5:1. „Im zweiten und dritten Drittel war das Spiel sehr ausgeglichen mit einer harten aber fairen Spielweise beider Teams, die beiden Torhüter zeigten eine Parade nach der anderen“, resümiert Weißenfels‘ Angreifer Valentin Erben. Den offenen Schlagabtausch brachte der UHC letztlich über die Zeit und behält damit weiterhin die Oberhand.

Im Nordderby zwischen Bremen und Lilienthal gab es keine halben Sachen. Nach einem ausgeglichenem ersten Drittel konnten die Wölfe ungefährdet davon ziehen und ihre Führung bis zum 1:5 stets weiter ausbauen. Des weiteren hievt der Sieg Lilienthal an Berlin vorbei auf Platz fünf, während Bremen durch die Niederlage von Chemnitz überholt wird.

Lilienthal siegt in Bremen mit 5:1 (von floorballtrainer.de)

In einem über weiter Strecken sehr lahmen und durch technische Fehler gekennzeichnetem Spiel, vermochten es die Igels ihren Heimvorteil gegen Chemnitz zunächst auszunutzen. Hervorstechend waren dabei die beiden Legionäre Altmann und Panek, welche an vier der fünf Treffer Dresdens beteiligt waren. Dennoch gab Dresden seine 5:2-Führung in den letzten fünf Minuten noch aus der Hand. Mit einem Kraftakt und sehr hohem Pressing zwang Chemnitz die Igels zu vielen Fehlern und schaffte es das Spiel noch zu drehen. In Dresden brennt es lichterloh. In Chemnitz bleibt die Hoffnung bestehen.

Einen grausamen Nachmittag erlebten hingegen die Fans des UHC Döbeln. Was nach dem ersten Abschnitt noch spannend wirkte, wandelte sich zügig in ein desaströses Debakel in dem die Red Devils eindruckvoll zeigten, was Chancenausbeute bedeutet. Satte achtzehn Mal musste Stephan Richter im Tor der Döbelner hinter sich greifen. Dabei taute das finnische Gespann der Harzer wieder auf und schoss sich ordentlich auf die Playoffs ein. Für Döbeln jedoch rücken die Endspiele damit in weite Ferne.

Auch das Aufleben des MFBC geht weiter voran. Bemerkenswert, dass in diesem Aufeinandertreffen 38 mögliche Scorerpunkte vergeben wurden und 34 davon Gastspieler aus anderen Nationen auf beiden Seiten anhäuften. Neben dieser Randnotiz bleibt zu vermerken, dass Berlin das Spiel nach 5:4 Führung aus Durchgang eins im zweiten Abschnitt gänzlich aus der Hand gab. Leipzig zog auf 10:5 davon und sicherte sich auf heimischen Parkett am Ende mit 13:6 weitere drei Punkte.