Hamburg steht im Finale

Geschafft - Hamburg setzt sich gegen Leipzig durch. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Geschafft – Hamburg setzt sich gegen Leipzig durch. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Mit einer beherzten Leistung gegen den MFBC Leipzig sticht auch Hamburg seinen Gegner mit einem Treffer nach der regulären Spielzeit aus. Zum zweiten Mal nach dem sensationellen Pokalsieg 2010 stehen die Hanseaten nun im Endspiel des deutschen Pokalwettbewerbs.

Von Anfang an wirkt Hamburg aktiver, kommt schon wenige Sekunden nach Anpfiff durch Koivisto zu einer sehenswerten Torchance, die Schmidt pariert. Zwar kann Leipzig nach einem scharfen Distanzschuss durch Novotny in Führung gehen, bricht aber aber wiederholt in der Mittelzone ein. Zeller, Radbruch und Koivisto belohnen Hamburgs Eifer noch im Verlauf des ersten Spielabschnitts mit drei Treffern am Stück.

Erst im zweiten Drittel gelingt es Leipzig sich in der gegnerischen Spielhälfte zumindest phasenweise festzusetzen. Das schwedische Duo Carlsson-Hallen, das bis dahin praktisch nicht stattfand, kommt nun häufiger zu Abschlüssen. Carlsson verkürzt, Herrmann überrascht Schmidt mit einem verdeckten Schlenzer von der Mittellinie, Carlsson legt ein weiteres Mal nach – 4:3 für Hamburg zur zweiten Pause.

Im Schlussdrittel zieht Hallen an der linken Flanke lang, lupft den Ball in den Slot, abgefälscht landet der hinter Dietz – Ausgleich. Erneut wirkt Hamburg bemühter, Leipzig lauert auf halber Strecke. Ähnlich wie Herrmann versucht Kappel einen Schlenzer von der Mittellinie, Schmidt verschätzt sich – 5:4. Die letzten Minuten bieten einen offenen Schlagabtausch. 50 Sekunden vor Spielende findet Fritsche mit einem scharfen Pass Carlsson im Slot, dieser verarbeitet blitzschnell und schickt den Ball mit dem Handgelenk an die Latte, von wo aus der knapp hinter der Torlinie einschlägt.

Wie bei der ersten Halbfinalpartie zwischen Bonn und Wernigerode entscheidet die Verlängerung. Diesmal umgehend. Leipzig rochiert Hasu ans Bully der ersten Sturmformation, um sofort in Ballkontrolle zu gelangen. Der Finne scheitert aber. Hamburg ist wacher und sucht einen schnellen Abschluss. Ein Distanzschuss tropft von Schmidt zu Zeller ab, dieser netzt direkt ein. Hamburg steht im Finale. Wernigerode wartet.