Wernigerode ist Pokalsieger!

Ein Schuss, ein Tor, ein Titel - Wernigerode ist Pokalsieger 2013. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Ein Schuss, ein Tor, ein Titel – Wernigerode ist Pokalsieger 2013. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Vor gut 900 Zuschauern feiern die Red Devils Wernigerode in Chemnitz ihren ersten Pokalsieg. Das kurzweilige und schnelle Endspiel wird erst in der 58. Spielminute entschieden als Aku Taira Hamburg den Dolchstoß versetzt. Der große Abschluss eines gelungenen Events.

Von zögerlichem Abtasten ist beim final4-Endspiels nichts zu sehen. Offener Schlagabtausch ab der ersten Minute. Ein giftiger Pass aus der Distanz prallt zu Liikanen ab, der trifft aus dem Slot. Kurze Zeit später schlenzt Kasemets von der linken Flanke aus, der entfernte Pfosten ist frei, Ausgleich. Danach ist wieder Wernigerode am Zug. Taira fängt einen Fehlpass hinterm Hamburger Tor ab, zieht vor Dietz, netzt ein. Mittlerweile ist Robert Müller mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung aus dem Spiel.

Auch im zweiten Drittel drosseln beide Teams das hohe Tempo keineswegs. Nachdem Liikanen rustikal in einen Zweikampf an der linken Seite einsteigt, darf sich Hamburg in Überzahl versuchen. Stüble bedient von der Ecke aus Koivisto, Direktabnahme, Blume kann wenig ausrichten. Aber auch Wernigerode nutzt sein Powerplay, Ibold findet im Slot Taira, der sofort abzieht. Weitere Tore verhindern beide Keeper mit Bravour, insbesondere Hamburg vergibt zahlreiche gute Chancen bei Rebounds und aus günstigen Freistoßpositionen.

Verdiente "Buddhisten" - Der Kader der Red Devils. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Verdiente „Buddhisten“ – Der Kader der Red Devils. / Foto: Jean Fischer, Floorball Deutschland

Das Schlussdrittel startet mit einer Ansage des ETV. Kappel ruft an der linken Bande seinen starken Schlenzer ab – 3:3. Hamburg hat weiterhin die besseren Chancen, Wernigerode versucht schnelle Übergänge mit langen Pässen. In der 52. Spielminute liefert der ETV eine besonders ansehnliche Kombination, Kasemets verlagert blitzschnell quer übers Feld zu Koivisto, der zieht von links ab, 4:4. Augenblicke später dürfen die Devils einen Freistoß direkt vor Dietz ausführen. Weiß legt auf Ibold ab, präziser Handgelenksschuss ins linke obere Eck, Ausgleich.

Auch die Entscheidung hat der schlaksige Nationalspieler zu verantworten. In der 58. Spielminute zieht Ibold durch die Mitte, bindet die Hamburger Defensive, passt scharf zum entfernten Pfosten, Taira netzt ein – 5:4. Nilsson tauscht Dietz für einen Feldspieler ein, als Kappel aber nach einem überzogenen Zweikampf auf die Strafbank muss, hat es Wernigerode nicht schwer, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Die Harzer sind somit das dritte Team, das in der sechsjährigen Pokalgeschichte den Titel erringt.

Video: Der MDR fasst kurz und bündig zusammen

Kommentare

  1. Auf dem Portal sind von knapp 500 die Rede. Es müsste doch eigentlich genaue Zahlen geben. 😉

  2. 927 ist die offizielle Zuschauerzahl! Die vom Portal angesprochenen 500-600 waren zu Beginn der Einlaufshow anwesend…danach füllte sich die Halle aber noch!

  3. Die offizielle Zahl des Verbandes lautet 930. Knapp 500 waren es sicherlich nicht, da die Mitte der Haupttribüne komplett besetzt war (Kapazität 600 Zuschauer laut Ausrichter) und auch noch weitere Bereiche besetzt waren. Vermutlich wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen. Seltsam, dass man sich hierzulande mit Zuschauerzahlen so schwer tut. (jk)