Auf dem Durchmarsch

Ein Schuss, ein Schrei - jetzt will von Pritzbuer auch Bremen zu Fall bringen. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Ein Schuss, ein Schrei – jetzt will von Pritzbuer auch Bremen zu Fall bringen. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Ist Kaufering noch zu stoppen? Am kommenden Wochenende startet nicht nur das Finale um die Deutsche Meisterschaft, sondern auch die entscheidende Phase der Relegation um die 1. Bundesliga. Die Red Hocks treffen auf Bremen und Kauferings Wirbelwind Tino von Pritzbuer hat vollstes Vertrauen in seine Garde.

Zusammen mit seinem Sturmpartner Maximilian Falkenberger gehört der erst 16-jährige Tino von Pritzbuer zu den größten Talenten des Landes. 26 Tore erzielte der U19-Nationalspieler in vierzehn Ligaspielen, in den Playoffs folgten acht Tore und fünf Vorlagen in vier Partien. Ein Grund, warum Kaufering seit zwei Jahren in der Liga ungeschlagen ist.

Floorballmagazin: Als Liganeuling seid ihr nun Meister der 2. Bundesliga geworden. Im Finale reichten gegen Bonn zwei Spiele. Leichter als gedacht?

Keineswegs. In beiden Spielen hat uns Bonn an unsere Grenzen gezwungen und die beiden Ergebnisse sind auch in jedem Fall deutlicher als der eigentliche Spielverlauf. Im ersten Spiel war es die starke defensive Leistung und der stärkere „Siegeswille“, der uns zum Sieg verhalf. Im zweitem Spiel war es vor allem die Effizienz vor dem Tor und ein wieder stark aufgelegter Tobias Dahme, der uns auf die Siegerstraße brachte.

Mit Ausnahme des Pokalaus‘ gegen Dresden, weißt du, wann ihr das letzte Mal ein Ligaspiel verloren habt?

Oh, das war noch vor meiner Zeit in der Herrenmannschaft. Soweit ich weiß, haben wir in der Saison 2010/2011 im Playoffs-Halbfinale der Regionalliga Bayern gegen die Wikinger München am 19.03.2011 das letzte Mal verloren.

Mit Max Falkenberger bildest du ein kongeniales Duo. Was zeichnet euer Zusammenspiel besonders aus?

Das ist schwierig. Da spielen sicherlich viele Faktoren eine Rolle, aber ich denke von großer Bedeutung ist bestimmt das blinde Verständnis und vollste Vertrauen in den Anderen. Wir wissen immer ganz genau, was der Gegenüber mit dem Ball vor hat, kennen unsere Laufwegen und wissen jederzeit wo der Andere steht und wann er den Ball wie haben will.

Mit Überblick - Tino von Pritzbuer nimmt Maß. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit Überblick – Tino von Pritzbuer nimmt Maß. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit Bremen erwartet euch ein strauchelnder Erstligist, der 11/12 in seine Aufstiegsspiele gewonnen hat und sogar im final4 landete. Wenn mal ein Spiel verloren geht, kann eure Truppe mit Drucksituationen überhaupt noch umgehen?

Das kann man nicht genau sagen. Unter Druck stand unsere Mannschaft in diesem Sinne ja noch nie, aber ich bin mir sicher, dass wir solche Situationen als ein Team meistern und uns beweisen können, dass wir uns als Einheit mit unseren Stärken und Schwächen durch die Situation kämpfen werden.

Kaufering in der 1. Bundesliga. Ist das das Ziel, das es zu erreichen gilt? Wärt ihr dort konkurrenzfähig?

Anfangs der Saison stand der Aufstieg in die 1. Bundesliga total außer Frage. Wir hofften erst einmal in der oberen Tabellenhälfte mitspielen zu können. Dass wir dann so eindeutig die Liga dominierten, hätte natürlich keiner gedacht. Aber als der erste Platz dann fast in sicheren Händen war, fingen wir an, über den Aufstieg zu diskutieren. In einer Mannschaftssitzung beschlossen wir mit großer Mehrheit den Aufstieg in die 1. Bundesliga anzugehen und diesen als nächstes Ziel zu stecken. Ob wir konkurrenzfähig wären, ist schwer einzuschätzen. Aber ich denke schon, dass wenn wir weiterhin so gute Fortschritte machen, wir einigen Mannschaften das Spiel schwer machen können. Schließlich konnten wir Bonn zweimal besiegen, welche überragend Weißenfels aus dem Pokal gehauen haben und Wernigerode im final4 die Stirn boten.

Kommentare

  1. Auch wenn es mir für meine alten Eiche Kollegen leid tut, aber Kaufering wird nur sehr sehr schwer zu stoppen sein.