Kaufering steigt auf, Chemnitz bleibt drin!

Neue Gesichter in der 1. Bundesliga - Kaufering schafft den Durchmarsch. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Neue Gesichter in der 1. Bundesliga – Kaufering schafft den Durchmarsch. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Kommende Saison wird erstmals ein bayrischer Klub erstklassig spielen. In einer intensiven Serie bezwingt Zweitliga-Meister Kaufering den TV Eiche Horn Bremen und schickt die Hanseaten damit in die Zweitklassigkeit. Chemnitz zieht dagegen mit Rumpfkader in Bonn den Kopf aus der Schlinge.

Ohne Niederlage war Kaufering durch die zweite Bundesliga Ost spaziert und hatte in den Playoffs auch Butzbach und Bonn glatt besiegt. Bremen hingegen war als Siebter von zehn Teams in die Abstiegsrunde gegangen, verlor dort jedoch sowohl gegen Dresden als auch gegen Chemnitz die Best-of-three Serie jeweils knapp in drei Spielen. Nach der 5:7-Heimpleite zum Auftakt der Relegation gegen Kaufering stand Bremen dieses Wochenende mit dem Rücken zur Wand. Der zweite Abstieg nach 2010 – damals scheiterte man an Bonn – drohte.

Im zweiten Spiel der Serie am Samstag führten die Gastgeber aus Bayern Anfang des Schlussdrittels 4:3, ehe Wienemann, Weck, Plate und Ehrenfried die Partie auf 4:7 drehten und den ersten Kauferinger Matchball abwehrten – es war gleichzeitig die erste Saisonpleite in der Liga für die Red Hocks. Doch die Oberbayern zeigten eine starke Reaktion. Das heutige dritte Spiel war vor allem defensiv geprägt, nach torlosem Startdrittel brachte der zweite Abschnitt die Entscheidung. Zweimal Hutter, Hoidis und Falkenberger stellten binnen 12 Minuten auf 4:0. Davon erholte sich Eiche nicht mehr, Endstand 5:2.

550 Zuschauer in Kaufering durften damit den Durchmarsch ihres Teams von der Regionalliga in die 1. Bundesliga bejubeln. Es ist das erste Mal, dass ein bayrischer Klub in der höchsten deutschen Spielklasse antreten wird. Für Bremen steht indes nach drei Jahren erneut der bittere Gang in Liga zwei an. Zum dritten Mal binnen weniger Wochen zog Eiche in einer Serie über drei Spiele am Ende den Kürzeren.

Floor Fighters siegen mit Rumpfkader

Besser machten es die Floor Fighters Chemnitz. Mit einem Rumpfkader aus elf Feldspielern und zwei Torhütern holten sie mit einem 7:5 bereits am Samstag Abend in Bonn den nötigen zweiten Sieg zum Klassenerhalt. Anders als beim 10:3 in der Vorwoche gerieten die Floor Fighters diesmal zunächst in Rückstand und liefen nach dem Startdrittel einem 0:2 hinterher – beide Tore hatte Niklas Bröker markiert. Binnen drei Minuten drehten die Sachsen im zweiten Abschnitt die Partie durch Tore von Herold, Rosenthal, Kapucian und Irrgang jedoch auf 2:4 – der Wendepunkt.

Mit Rumpfkader den Klassenerhalt sichergestellt - Chemnitz jubelte in Bonn. /Foto: floorfighters.de

Mit Rumpfkader den Klassenerhalt sichergestellt – Chemnitz jubelte in Bonn. /Foto: floorfighters.de

Nach Rosenthals 2:5 in der 47. Minute brachte ein Doppelschlag binnen 41 Sekunden von Patocka und Kandziora die Dragons noch einmal zurück ins Spiel. Kapucian und Rosenthal sorgten kurz vor Ende jedoch für klare Verhältnisse. Während Chemnitz also den zweiten Abstieg nach 2009 abwenden kann, bleibt Bonn die Rückkehr ins Oberhaus verwehrt.

Den überraschend starken Pokalauftritte der Bonner (2:1 gegen Weißenfels, 5:6 s.D. gegen Wernigerode) folgten nur mäßige Leistungen in der Liga. So bleiben die Dragons zweitklassig. „Man hat in den Pokalspielen gesehen, dass wir, sofern alle Spieler dabei sind und jeder einen guten Tag hat, auch in der ersten Liga konkurrenzfähig sein können. Doch am Ende hat sich gezeigt, dass wir nicht immer unsere Leistung bringen können. Es ist speziell für uns jüngere Spieler frustrierend, dass es nicht gereicht hat“, sagt Bonns U19-Nationalspieler Janos Bröker.

Mit Bonn knapp gescheitert - U19-Nationalspieler Janos Bröker. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit Bonn knapp gescheitert – U19-Nationalspieler Janos Bröker. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Statistik

Red Hocks Kaufering – TVEH Bremen 4:7 (1:1, 2:2, 1:4)
Red Hocks Kaufering – TVEH Bremen 5:2 (0:0, 4:1, 1:1)
SSF Dragons Bonn – FF Chemnitz 5:7 (2:0, 0:4, 3:3)

 

Kommentare

  1. Weis jmd., wie in dem Fall die Relegation/Qualifikation zur 2. Bundesliga nun aussieht? In der Staffel Süd-Ost ist ja nun ein Team weniger dabei, in der Staffel Nord-West ein Team mehr.

  2. In der Nord/West Staffel sind es sogar zwei Teams mehr da TSV Berkesheim aus der Regionalliga aufsteigt.

  3. In der Nord/west Staffel werden wohl 9 Teams sein und damit 1 Team zu viel …….
    Der Verband sollte sich da schleunigst was überlegen, die Kosten sind immens für die 2. Ligisten.

  4. @ Daniel: Hier die mir bekannte Weisung des Vorstandes:

    Ohne Relegation 2. MaXxPrint FBL/Regionalligen sind 7 Teams fix in der 2. MaXxPrint FBL Nord/West
    Dennoch werden 2 weitere Plätze in Relegationsspielen vergeben. Somit sind 2 Absteiger und 2 Aufsteiger möglich.
    Es ergeben sich folgende Begegnungen in der Relegation:
    Sieger Qualifikationsfinale vs. 8. Der 2. MaXxPrint FBL Nord/West (SSC Hochdahl)
    Verlierer Qualifikationsfinale vs. 7. Der 2. MaXxPrint FBL Nord/West (ASV Köln)
    Liga in Saison 13/14, 9 Teams
    Ende Saison 13/14: Platz 9, direkter Absteiger, 7+8 in Relegation mit Regionalliga

  5. Im Süd-Osten dürfte BAT Berlin II den durch Kauferings Aufstieg freigewordenen Platz einnehmen. Die Relegation würde nach meinem Verständnis somit entfallen.

  6. Die Playoff-Spiele bzw. Playdownspiele mögen ja zur Spannung konzipiert sein. Aber, wenn (a) der Zweitligameistet nicht direkt aufsteigt und (b) der 7.Platzierte von 10 absteigt, werden die Ligaspiele in ihrer Bedeutung doch sehr geschmälert. Abgesehen davon, dass es nicht ganz nachvollziehbar ist.