„Sie werden es nicht leicht haben“

Bremens Topscorer Torben Kleinhans (18 Tore und 11 Vorlagen in 17 Spielen) konnte den Abstieg nicht verhindern. / Katrin, Kieffer, www.katrin-kieffer.de

Bremens Topscorer Torben Kleinhans (18 Tore und 11 Vorlagen in 17 Spielen) konnte den Abstieg nicht verhindern. / Katrin, Kieffer, www.katrin-kieffer.de

Nach einem Jahr Königsklasse geht es für Bremen wieder zurück in die 2. Bundesliga. Torben Kleinhans findet klare Worte für die Relegations-Regeln des Wettbewerbs und wünscht seinem Schicksalsgegner aus Kaufering viel Erfolg.

Floorballmagazin: Seit über einer Woche steht es fest – Bremen muss zurück in Liga zwei. Hat die Mannschaft diesen Rückschlag schon verkraftet? Stehen die Weichen auf Wiederaufstieg?

Torben Kleinhans: Ja, wir haben uns nach dem Spiel gegen Kaufering zusammengesetzt und haben die Saison Revue passieren lassen. Für mich kam es auch so rüber, dass wir es verkraftet haben. Über die kommende Saison reden wir noch, jetzt ist erstmal Floorball-Pause.

Der Start der Saison war noch recht ansprechend, warum gelang es euch aber nicht während der ganzen Ligaphase an die Dynamik des Vorjahres anzuschließen?

Das ist ja bekanntlich eine alte Eiche-Krankheit, denn anscheinend essen wir alle über Weihnachten immer zu gut. Es ist natürlich sehr schade, aber unser Umgang mit Misserfolgen war in diesem Jahr ja einfach miserabel. Das gilt es, in der 2. Bundesliga abzustellen.

In die Playdowns wart ihr als Tabellensiebter und damit bestplatzierter „Abstiegskandidat“ gestartet. Warum konntet ihr euch trotzdem nicht gegen Dresden, Chemnitz und abschließend Kaufering durchsetzen?

Was mich an diesem System besonders aufregt ist, dass man mit zwei Ligasiegen am Ende über die Playdowns in der Bundesliga bleiben kann. Wozu reißt man sich dann vorher den Arsch auf? Sorry, das muss ich so loswerden. Gegen Dresden waren drei echt geile und faire Spiele, wo am Ende ein Golden Goal im dritten Spiel entschied. Da hatten wir halt nicht das nötige Glück. In den Spielen gegen Chemnitz stand ja nicht mehr so viel auf dem Spiel, aber trotzdem ging es wieder über drei Partien. Ich kann nur etwas zu dem Heimspiel gegen Kaufring sagen, das wir mit 5:7 verloren haben. Wir hatten den Gegner im ersten Drittel im Griff und Kaufring ist nur durch zwei glückliche Tore in Führung gegangen. In den anderen beiden Dritteln waren sie einfach schlauer als wir und haben ihre Chancen eiskalt genutzt und somit auch verdient gewonnen.

Die Red Hocks ersetzen euch in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga. Welchen Eindruck machte das Team auf dich? Mit welchem sportlichen Ziel kann es in die Königsklasse starten?

Ich denke, sie werden es nicht leicht haben, denn um mit den großen Teams mitzuhalten, benötigt man ausländische Spieler (schmunzelt). Aber ich traue ihnen auf jeden Fall den Klassenerhalt zu. Da unten entsteht etwas, was aber noch Zeit braucht. Die Fans sind wohl einmalig in Kaufering. Ich wünsche den Jungs viel Erfolg.

Du selbst hattest eine durchaus solide Saison. Wirst du dich motivieren können, ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga zu verbringen oder sehen deine Pläne anders aus?

Ja! Ich habe richtig Lust, den jüngeren Spielern bei ihrer Entwicklung zu helfen, sie weiter nach vorne zu bringen und mit ihnen nächstes Jahr wieder anzugreifen in der Bundesliga. Ein Jahr 2. Liga ist auch ok (schmunzelt).