Ein Wolf im Kasten

Nils Hallerstede im Penaltyschießen gegen den Schweizer Marco Louis. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Nils Hallerstede im Penaltyschießen gegen den Schweizer Marco Louis. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Schon in seiner Premierensaison überraschte Nils Hallerstede als eines der größten Nachwuchstalente des deutschen Floorballs. 2012/2013 wurden seine sowie die Leistungen Lilienthals konstanter und die Wölfe zogen in die Playoffs ein. Nun soll der 18-Jährige an der WM in Hamburg den Kasten der deutschen Junioren sauber halten.

Floorballmagazin: Lilienthal scheiterte im Viertelfinale an Leipzig, verkaufte sich aber teuer. Trainer Blankenstein meinte, dass wenn Lilienthal nicht verletzungsbedingt nur mit jeweils 8 oder 9 Feldspielern spielen müsste, der MFBC an den Wölfen nicht vorbeigekommen wäre. Siehst du das auch so?

Nils Hallerstede: Um ehrlich zu sein, ich sehe das nicht so. Der MFBC hätte es mit ziemlicher Sicherheit schwerer gehabt, aber ich denke, dass die Leipziger im Endeffekt die Serie trotzdem gewonnen hätten, da sie uns vor allem in Sachen Erfahrung ein gutes Stück voraus sind. Ich bin mit unserer Leistung trotzdem sehr zufrieden.

Der TVL hat sich seit seinem Aufstieg stark entwickelt, nun kam aber der Hilferuf, man habe große personelle Probleme. Werdet ihr 13/14 an die diesjährige Saison anschließen können?

Unsere Personalfragen sind noch nicht komplett geklärt, aber wir setzen im Moment alles daran, Abgänge auszugleichen und unseren Kader zu vergrößern. Insbesondere, damit wir keine Spiele mehr mit acht oder neun Feldspielern bestreiten müssen. Wenn unser Kader dann vollständig ist, gehe ich davon aus, dass wir die Playoffs wieder erreichen werden.

Dich erwartet nun der Auftritt an der U19-WM in Hamburg. Als einer der erfahreneren Spieler erinnerst du dich auch an den Auftritt vor zwei Jahren. Was unterscheidet den deutschen Kader 2013 von jenem 2011?

Die Spieler unseres Teams sind über ganz Deutschland verteilt, dazu kommen noch einige aus dem Ausland. Wir haben eine Menge verschiedene Spielertypen, die sich auf dem Feld jedoch gut ergänzen. Ich denke, dass wir insgesamt ein sehr vielseitiges und selbstbewusstes Team sind.

Auf die Rolle des Ersatzkeepers würde Hallerstede vermutlich gerne verzichten. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Auf die Rolle des Ersatzkeepers würde Hallerstede vermutlich gerne verzichten. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Nach der vergangenen WM gab es auch einen Trainerwechsel. Was zeichnet die Arbeit von Pantzar und Niemi aus?

Wie auch schon die Trainer der letzten U19 stecken Iivo und Jaakko eine Menge Arbeit in dieses Projekt. Auch wenn wir mit unseren Trainern meistens Englisch sprechen, besteht eine gute Verbindung zwischen ihnen und dem Team. Mir gefällt insbesondere die Ruhe und Geduld, mit der uns zum Beispiel taktische Aspekte vermittelt werden.

Wie schätzt du deine persönliche Form ein? Erwartest du, dass du als Nummer eins ins Turnier startest?

Gegen Ende der Bundesligasaison war ich in einer guten Form und ich denke, dass ich diese aufrechterhalten habe und meine Leistung bringen werde. Vor dem Turnier wurde keine Nummer Eins festgelegt, deswegen denke ich, dass unsere Trainer uns vor den Spielen mitteilen werden, wer den Einsatz bekommt.

Was würdest du Floorballern aus der gesamten Bundesrepublik sagen. die noch zögern, zu U19-WM hinzureisen?

Bei einer U19-WM im eigenen Land sollte man nicht zögern. Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, sich Spitzenfloorball in so einer Atmosphäre anzusehen. Auf jeden Fall vorbeikommen, wir freuen uns über jeden, der uns unterstützt!