Solider 8:1-Auftakt gegen Slowenien

Am Ende mit Applaus belohnt - Keeper Hallerstede und seine Kollegen. / Foto: Mathias Kuch, floorball-pics.de

Am Ende mit Applaus belohnt – Keeper Hallerstede und seine Kollegen. / Foto: Mathias Kuch, floorball-pics.de

Deutschland beweist Moral und dreht ein zunächst von zu vielen individuellen Fehlern geprägtes Spiel gegen Slowenien mit einer starken Phase im zweiten Drittel. Nach der Pflichtaufgabe folgt morgen mit A-Divisionsabsteiger Estland der wohl schwerste Gegner der Gruppenphase.

Die große Bühne war bereit, das Flutlicht an und die Nationalhymnen schalten durch die Sporthalle Hamburg. Die Anspannung war der deutschen Equipe deutlich ansehbar und zeigte sich auch dementsprechend in den ersten zwanzig Minuten. Gespickt von Pass- und Annahmefehlern vermochte es die U19-Auswahl gegen Slowenien nicht, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Dies gipfelte im Rückstand in der 9. Minute durch einen präzisen Distanzschuss von Luka Lavtar – 0:1.

Mit Zug zum Tor - Jonas Hoffmann. / Foto: Mathias Kuch, floorball-pics.de

Mit Zug zum Tor – Jonas Hoffmann. / Foto: Mathias Kuch, floorball-pics.de

Die Kehrtwende leutete sich unmittelbar mit dem Anpfiff zum zweiten Drittel ein. Mit deutlich mehr Konzentration und Aggressivität drehten die deutschen Junioren um Trainer Pantzar auf. Nach exakt einer Minute versenkte Wenning den Ball im slowenischen Gehäuse. Nach einer ungenutzten Überzahl schraubten Schlevoigt, Hoffmann, Ackermann und Bier den Stand binnen fünf Minuten auf 5:1 in die Höhe. Kurz vor Drittelende erhöhte Burmeister auf Vorlage vom stark aufspielenden Jonas Hoffmann (1+4) zum Pausenstand von 6:1.

Video: Komplettes Spiel Deutschland gegen Slowenien

Im Schlussabschnitt verlor das Spiel an Tempo und spielerischer Ästhetik. Einzig Ackermann und Magnusson vermochten es noch, wenn auch leicht glücklich, den Ball an dem mittlerweile eingewechselten Martin Tomazin im slowenischen Kasten vorbei zu mogeln. Nach der Partie resümierte Jonas Bröker, die Nervosität habe das deutsche Team blockiert. Gegen Estland soll es aber anders laufen: „Sie sind abgestiegen und wollen wieder hoch, das werden wir sicher merken. Jedoch müssen wir uns nicht verstecken, gerade wenn man die letzte Resultate gegen ähnlich starke Gegner betrachtet. Es geht auf jeden Fall noch mehr.“

Deutschland-Estland 8:1
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