Lehrstunden von der Schweiz

Mit Zug zum Tor - Anne-Marie Mietz wurde in der zweiten Partie zur Spielerin der Partie gewählt. / Foto: Elke Scholz

Mit Zug zum Tor – Anne-Marie Mietz wurde in der zweiten Partie zur Spielerin der Partie gewählt. / Foto: Elke Scholz

Gegen den aktuellen WM-Vierten Schweiz setzte es für die Deutsche Damen-Nationalmannschaft am Wochenende in Frankfurt zwei klare Niederlagen. Beim ersten Härtetest vorm WM-Turnier in Tschechien diesen Dezember hieß es letztlich 2:16 und 2:10 aus deutscher Sicht. Immerhin durften gleich zwei Debütantinnen Treffer bejubeln.

Ins erste Duell am Samstag starteten beide Teams mit offenem Visier: Nach drei Minuten führte die Schweiz bereits mit zwei Toren, ehe Nationalmannschaftsdebütantin Berit Paulsen in der 5. Minute das 1:2 gelang. Auf das prompte 1:3 eine Minute später fand Anne-Marie Mietz mit dem zweiten deutschen Treffer in der 8. Minute noch die passende Antwort.

Danach wurde die Partie jedoch zunehmend einseitig, die Schweiz dominierte klar. Folgerichtig baute der Weltmeister von 2005 seinen Vorsprung aus. Nach dem Treffer von Mietz schlug es noch 13-mal hinter den deutschen Torfrauen Zell und Reck ein, während Deutschland in den letzten beiden Abschnitten nur noch drei Torschüsse verzeichnen konnte.

15-jährige Debütantin mit erstem Treffer

Im zweiten Spiel einen Tag darauf fiel die Schweizer Führung erst nach 13 Minuten. Nachdem der Favorit kurz darauf erhöhte, sorgte mit Randy Kleerbaum erneut eine der Debütantinnen für den Anschluss zum 1:2. Die junge Bonnerin machte sich dabei eine Woche vor ihrem 16. Geburtstag selbst das erste Geschenk. Auf sie darf man in der Zukunft gespannt sein.

Die Defensive beim WM-Elften funktionierte in jenem zweiten Duell besser, wenngleich die Schweiz erneut davonzog. In der 57. Minute gab es für Deutschland nochmal Grund zum Jubeln, als Andrea Gerdes zum 2:8 traf. Mit einem Doppelschlag in den letzten beiden Minuten machte die Schweiz das Ergebnis doch noch zweistellig.

Damit verliert Deutschland die ersten beiden Härtetests vor der WM im Dezember deutlich 2:10 und 2:16. Bei der Endrunde in Tschechien wird das Team von Simon Brechbühler in der Gruppe auf Japan, Kanada und Dänemark treffen. Um in die Qualifikation fürs Viertelfinale zu kommen, muss Deutschland zwei dieser Teams hinter sich lassen und sich in einer Zwischenrunde behaupten.

Statistik
> Deutschland – Schweiz 2:16
> Deutschland – Schweiz 2:10