„Die Mädels haben angebissen“

Mit einem 4:0 gegen die Norwegerinnen von Oya eroberte die SG Nord den dritten Platz. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit einem 4:0 gegen die Norwegerinnen von Oya eroberte die SG Nord den dritten Platz. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Ende vergangener Woche kündigte Floorball Deutschland einen beeindruckenden Sprung in der Entwicklung eines bundesweiten Damen-Wettbewerbs an. 13 bis 16 Teams sollen an einer verzahnten Meisterschaft teilnehmen und ein Pokal ist ebenfalls geplant (siehe Artikel). Auch der Norden dürfte dabei sein. Einen großen Schritt habe man laut Elke Scholz an den X3M Berlin Open gemacht.

„Die Mädels haben angebissen und wollen auf alle Fälle am zukünftigen Damen-Großfeld-Spielbetrieb im Norden teilnehmen“, resümierte Team-Chefin Elke Scholz nach den diesjährigen X3M Berlin Open, an denen die munter zusammengewürfelte SG Nord den dritten Platz belegte. „Tilmann (Coach der SG Nord, Anm. d. Red.) und ich sind total happy, dass wir diese tollen, mutigen Mädels kennenlernen durften. Wir kannten vor dem Turnier ja noch nicht alle. Ihnen hat das Turnier super gut gefallen.“

Die SG mit Zug zum Tor. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Die SG mit Zug zum Tor. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Die 14 Damen der SG Nord kamen aus 6 verschiedenen Vereinen und hätten sich laut Scholz auf der Rückfahrt gedanklich schon mit einer möglichen Team-Aufteilung bzw. –Beteiligung befasst. „So überlegt Pia aus Schenefeld die ETV–Damen in Hamburg zu unterstützen. Joana und Julia sollen weiter für TV Eiche Horn Bremen spielen. „In Schleswig-Holstein werden wir uns sicher der größten Herausforderung stellen müssen. Wir müssen nun eine Mannschaft aus vielen Vereinen zusammenstellen, die auch mal die Gelegenheit zum gemeinsamen Training finden sollte. Mein Traum wären zwei Teams“ beschreibt die Entwicklerin, die auch im Vorstand des deutschen Dachverbandes tätig ist, die aktuelle Situation.

Allerdings seien die Mädels nach drei Spielen am Samstag so erschöpft gewesen, dass sie nach dem Essen nur noch schlafen wollten und nichts mehr von Berlin mitbekamen. „Die gute Atmosphäre beim Turnier wurde sehr positiv aufgenommen. Die Mädels haben außerdem sogar die Herren-Spiele verfolgt. Das finde ich persönlich immer sehr interessant. Der Spaßfaktor am Turnier als Gesamtpaket geht also über die eigenen Interessen hinaus“, schloss Scholz ab.