Schweiz führt Superfinale ein

Gigantische Atmosphäre im ausverkauften Zürcher Hallenstadion. /Foto: IFF/ André Burri, www.burrifotografie.ch / wfc2012

Gigantische Atmosphäre im ausverkauften Zürcher Hallenstadion. /Foto: IFF/ André Burri, www.burrifotografie.ch / wfc2012

Auf ihrer außerordentlichen Nationalliga-Präsidentenkonferenz entschieden die schweizer Klubvertreter am Mittwochabend in Zürich, dass 2014/15 die NLA-Meisterschaft der Männer und der Frauen erstmals in je einem einzelnen Finalspiel entschieden wird. Als erster Austragungsort wird mit der Kolping Arena in Kloten geplant.

Nun also doch. Lange wurde innerhalb der Schweizer Szene diskutiert, ob ein Superfinale nach schwedischem oder tschechischem Modell der dortigen Entwicklung nicht auch gut täte. Eine Facebook-Seite namens „PRO Superfinale im Unihockey“ hortet nach kürzester Zeit 3.340 Fans. Auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz wurde nun das Superfinale für die Saison 14/15 beschlossen.

Laut unihockey.ch (siehe „Das Superfinale ist beschlossen„) erhoffe man sich durch die Konzentration auf ein einzelnes Finalspiel eine Steigerung der Aufmerksamkeit für Floorball sowie die Wahrnehmung als Spitzensport. Eine Live-Übertragung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erscheine durchaus möglich, da erste Gespräche mit den SRF-Verantwortlichen bereits zu einem positiven Echo geführt hätten. Anstoß für die Modusänderung seien unter anderem auch die sinkenden Zuschauerzahlen der letzten Jahre.

„Mein Dank gilt der Arbeitsgruppe und den Vereinspräsidenten. Es hat sich eine grosse Chance eröffnet – nutzen wir sie“, so Zentralpräsident Daniel Bareiss laut unihockey.ch nach der Abstimmung. Andreas Iseli, Präsident der Nationalliga, fügte an: „Es ist ein mutiger Entscheid der Konferenz. Ich hoffe, dass sich all die positiven Punkte bewahrheiten und wir in Zukunft sagen: Warum haben wir uns nicht schon früher für einen Superfinal entschieden?“

Der Entscheid gelte vorerst nur für die erste Austragung des Superfinals in der Saison 2014/15, werde aber als „Commitment“ verstanden, auch in Zukunft diesen Weg zu gehen. Die Konferenz entschied darüberhinaus, dass die Viertel- und Halbfinal-Playoffserien der Herren auch künftig im Best-of-7-Modus gespielt werden, dann aber in der Playoff-Variante 7-7-1.

Die Einführung eines Superfinals auch in der deutschen Bundesliga soll Anfang November Thema des ersten Bundesliga Summits in der Berliner Max-Schmeling-Halle sein (siehe „Superfinale ist ein Thema„).