Tore hin, Tore her

Torreiches Aufeinandertreffen - zwischen Leipzig und Döbeln fallen 21 Tore. / Foto: Luisa Mocker

Torreiches Aufeinandertreffen – zwischen Leipzig und Döbeln fallen 21 Tore. / Foto: Luisa Mocker

Kaufering springt auf den zweiten Tabellenrang, Berlin bleibt zum ersten Mal seit zehn Jahren torlos, Döbeln kriegt die Bude voll, bietet aber den schnellsten Hattrick der jüngsten Ligageschichte und Weißenfels lässt den ersten Punkt liegen. Ein spannendes Bundesliga-Wochenende wie es sein soll.

Gegen Wernigerode muss Weißenfels seinen ersten Punktverlust der Saison hinnehmen, der Overtime-Sieg hält den Schaden aber in Grenzen. Kuittinen bringt die Red Devils schnell in Front, Weigelt, Siede und Henningsson, drehen den Zwischenstand und bescheren Weißenfels eine Führung, die der Rekordmeister aber nicht über die Runden bringt. Beim Stand von 6:4 verkürzt erst Krupicka und in der 59. Spielminute sorgt ein Eigentor für den Ausgleich. In der Verlängerung profitiert Heningsson vom Überzahlspiel des UHC und entscheidet zum 7:6n.V.

Beim deutschen Meister öffnet der UHC Döbeln seine Defensive früh für ein Leipziger Schützenfest – 6:1 führt der MFBC nach dem ersten, 9:2 nach dem zweiten Drittel. Einziges Döbelner Highlight ist Lubos Derahas Blitz-Hattrick. Zu Beginn des Schlussabschnitts reichen dem Tschechen 72 Sekunden für drei Treffer am Stück, vermutlich Bundesliga-Rekord. Leipzig antwortet mit fünf Toren in vier Minuten und schraubt den Endstand auf 15:6 hoch.

Lilienthal muss im Heimspiel gegen Chemnitz einen Punkt abgeben, der tut aber nur bedingt weh. Zweimal traf Rosenthal für Chemnitz im ersten Drittel, einmal legte er Irrgang vor, die Floor Fighters führten mit 0:3, im Verlauf des zweiten Spielabschnitts noch 2:4, dann drehten die Wölfe den Spieß dank Toren von Brinkmann, Seitz und Melde. In der 58. Spielminute rettete Sascha Franz Chemnitz zwar noch den Ausgleich, in der Verlängerung sorgte dennoch Melde aus spitzem Winkel für den ersten Lilienthaler Heimsieg – 6:5n.V.

Lilienthal vs. Chemnitz (by floorballtrainer.de)

Trotz Chancenplus verpasst es Berlin zum ersten Mal seit Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga im Jahr 2004 ein Tor zu erzielen. Kaufering agiert im ersten Drittel in der Offensive spritziger, kann durch Falkenberger, Weh und zweimal Tobisch bis zur Spielhälfte mit 4:0 in Führung gehen. Die Gäste aus der Hauptstadt mühen sich ab, drücken vor allem im Schlussabschnitt, scheitern aber entweder am fehlerfreien Keeper Dahme oder am eigenen Unvermögen. Für die Red Hocks, die mit 22 Gegentreffern die beste Defence der Liga aufweisen, bedeutet dies Rang 2.

Hamburg gelingt nach einem schwachen Saisonstart ein wichtiger Befreiungsschlag. Gegen Dresden geraten die Piranhhas dank Soukup zwar früh in Rückstand und liegen zu Beginn des zweiten Drittels noch 2:3 hinten, Koschwitz und in Überzahl Kappel und Neumann drehen den Spielverlauf. In der 55. Minute sorgt Neumann, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen herausstach, für die Entscheidung zum 6:3.