Handlungsbedarf im Physischen

Tino von Pritzbuer (mi.) und Co. rangen Bundesligist Döbeln ein respektables 6:6 ab. /Foto: Dietmar Bartels

Tino von Pritzbuer (mi.) und Co. rangen Bundesligist Döbeln ein respektables 6:6 ab. /Foto: Dietmar Bartels

Sieben Praxiseinheiten, ein Physistest und ein forderndes Testspiel – Deutschlands U19 hat vier trainingsintensive Tage in Leipzig hinter sich. Cheftrainer Berger sieht vor allem in der Physis und der Technik noch Verbesserungspotential. Die A-Herren schlugen sich bei ihrem Zusammenzug trotz dezimiertem Kader wacker.

Die U19-Herren hatten ein volles Programm zu absolvieren: Am Donnerstag Abend konnte das Team, dass im Vergleich zum Sichtungslehrgang in Kiel Mitte September erneut eine Reihe neuer Gesichter aufwies, gegen Erstligist Döbeln ein respektables 6:6 erkämpfen. Tags darauf standen dann ein Kraft- sowie ein Hallentraining an, dazu kam ein Physistest, dem sich alle 28 Spieler unterziehen mussten. Das Wochenende war mit weiteren fünf Praxis- und einer Theorieeinheit vollgepackt.

Harte Bandagen - Döbeln schenkte dem talentierten Nachwuchs nichts. /Foto: Dietmar Bartels

Harte Bandagen – Döbeln schenkte dem talentierten Nachwuchs nichts. /Foto: Dietmar Bartels

„Wir haben unseren Fokus auf die Technik, die Taktik aber auch auf die physischen Aspekte gelenkt“, sagt Cheftrainer Thomas Berger zu dem trainingsintensiven Zusammenzug. Im physischen Bereich sieht der Schweizer dabei deutlichen Handlungsbedarf.

„Der zweite Physistest hat bei einigen Spieler Verbesserungen ergeben. Aber leider insgesamt sicher zu geringe und auch nicht einmal bei allen Spielern.“ Eine genaue Analyse müsse aber erst noch erstellt werden. Physis und Basistechnik seien die größten Baustellen des Teams, beispielsweise im Vergleich zum Schweizer Nachwuchs, führt Berger aus.

Bei dem Trainingslager in Leipzig leitete mit Urs Ambühl einer guter Bekannter Bergers erstmals die U17-Nationalmannschaft. Berger selbst hatte seinen Landsmann für diesen Job angefragt, da beide in einer ähnlichen Konstellation jahrelang in der Schweiz zusammengearbeitet hatten: „Wir haben eine ähnliche Floorball- und Trainerphilosophie und wissen, was es braucht, damit die Spieler auf dem Weg in die Herren-Nationalmannschaft optimal ausgebildet werden“, sagt Berger.

A-Herren mit Sieg und Niederlage

Während der Nachwuchs in Sachsen schuftete, traf sich das Herren-Nationalteam in Prag zum ersten Zusammenzug seit der erfolgreichen WM vor knapp 11 Monaten. Das Team, in dem  zahlreiche Neulinge ihre Bewährungschance erhielten, hatte vor dem Wochenende eine Reihe von Absagen verkraften müssen, sodass letztlich nur 17 der 30 ursprünglich eingeladenen Spieler in die tschechische Hauptstadt reisten.

Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen schlug sich die Mannschaft von Trainer Philippe Soutter wacker. Am Freitag unterlag sie dem tschechischen Erstligisten Bohemians Prag nur knapp 5:7 und konnte zwei Tage später gegen den starken Zweitligisten Vinohrady einen 7:5-Erfolg verbuchen. Ende Januar steht für die A-Herren die Quali für die WM in Schweden im Dezember 2014 an.

Ergebnisse vom Wochenende

Deutschland Herren – FBS Bohemians 5:7
Deutschland Herren – Královské Vinohrady 7:5
Deutschland U19 – UHC Döbeln 06 6:6