Der Weg ist frei!

Für Events wie die U19-WM in Weißenfels (Foto von der Eröffnungsfeier) könnte der Verband als DOSB-Mitglied Gelder beantragen. /Foto: Rudolf Schuba/ floorball-europe.com

Für Events wie die U19-WM in Weißenfels (Foto von der Eröffnungsfeier) könnte der Verband als DOSB-Mitglied Gelder beantragen. /Foto: Rudolf Schuba/ floorball-europe.com

Mit der Aufnahme des FVBB in den Landessportbund Brandenburg sind endlich alle Kriterien für die DOSB-Aufnahme erfüllt. Den wichtigsten sportpolitischen Schritt der Verbandsgeschichte wird Floorball Deutschland zwar erst nächstes Jahr angehen können. So bleibt jedoch genug Zeit für eine überzeugende Bewerbung.

Vor einigen Tagen hatte es Adrian Mühle endlich Schwarz auf Weiß: Nach mündlichen Zusagen kam die schriftliche Bestätigung, dass sein Floorball-Verband Berlin-Brandenburg mit dem Stichtag 1. Oktober 2013 als Mitglied in den Landessportbund (LSB) Brandenburg aufgenommen wurde. Es ist eine grandiose Nachricht, für FVBB-Präsident Mühle und sein Team im Speziellen, aber auch für die gesamte deutsche Floorball-Szene.

Denn mit dieser Aufnahme hat Floorball Deutschland endlich alle Aufnahmekriterien für eine Mitgliedschaft im DOSB erfüllt. Jahrelang waren die Erfüllung der ominösen drei Hauptrichtlinien – 10.000 Mitglieder, eine eigene Verbandsjugend sowie acht Landesverbände als Mitglieder in den jeweiligen Landessportbünden – ein ständiges Anliegen und Ziel des Verbandes.

Nun sind sie erfüllt: Zwar ein paar Monate spät, um noch 2013 den Antrag auf Aufnahme zu stellen. Aber anders als in den vergangenen Jahren, wo die Kriterien im Verbandssprech schon des öfteren „gefühlt erfüllt“ waren, liegen nun die nötigen harten Fakten vor. Für 2014 wird Floorball sich definitiv um Eintritt in die deutsche olympische Familie bewerben.

„Langjährige Vision wird konkrete Aussicht“

Einmal jährlich, immer im Dezember, entscheidet die Delegiertenversammlung des DOSB über neue Mitglieder. Der Antrag von Floorball Deutschland soll bereits Anfang kommenden Jahres eingereicht werden. „Aus unserer Vision der vergangenen Jahrzehnte wird nun eine konkrete Aussicht“, freut sich Verbandspräsident Oliver Stoll.

Will Floorball Deutschland 2014 in den DOSB führen - Oliver Stoll. /Foto: Elke Scholz

Will Floorball Deutschland 2014 in den DOSB führen – Oliver Stoll. /Foto: Elke Scholz

Es gäbe keinen Grund mehr zu scheitern, betont Stoll gegenüber dem Floorballmagazin. Der Sportpsychologe ist gut vernetzt bei den Spitzenfunktionären des DOSB, die am Ende über den Zutritt in den exklusiven Zirkel des wichtigsten deutschen Sportverbandes entscheiden. Eine Aufnahme wäre die Krönung seiner Ägide als Verbandspräsident.

Denn Stoll hatte 2009 sein Amt mit dem Ziel angetreten, Floorball in den DOSB zu führen. Es war und ist das Motto seiner Amtszeit. „Im Namen von Floorball Deutschland danke ich Adrian Mühle und den beteiligten Mitarbeitern vom FVBB und Floorball Deutschland für den Einsatz, der in den vergangenen Monaten zur Aufnahme des FVBB in den Landessportbünden Berlin und Brandenburg führte“, sagt Stoll.

Mehr zum Thema Floorball und DOSB auch in der kommenden Printausgabe des Floorballmagazins!

Ergänzende Online-Artikel
>Was bringt der DOSB?
>Verzögerung auf der Entwicklungsleiter
>Pressemitteilung der Verbandes