Kauferinger Ausrufezeichen

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Beißen sich in der Spitze fest – die Spieler der Red Hocks Kaufering. /Foto: Sybille Schmidt

Aufsteiger Kaufering ist weiter on fire. Gegen Meister Leipzig setzen die Red Hocks das nächste Ausrufezeichen, drehen einen 5:9-Rückstand und setzen sich auf Rang zwei fest. Dahinter wird es immer enger: Rang drei bis sieben trennen nur drei Punkte.

Beim Stand von 9:5 Anfang des letzten Drittels schien die Partie zwischen MFBC Löwen Leipzig und Kaufering zugunsten des Meisters entschieden. Nur drei Minuten später stand es 9:9, als die Sirene das Spiel beendete, zeigte die Anzeigetafel 11:13. Für Kaufering. Es war der sechste Sieg im siebten Spiel für den Aufsteiger, der auf Rang zwei inzwischen vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat. Beeindruckend die erste Linie um Falkenberger und von Pritzbuer: Sie erzielte gegen Leipzig alle (!) 13 Treffer. Leipzig verspielte hingegen zum zweiten Mal in dieser Saison einen Vier-Tore-Vorsprung in eigener Halle. Gleiches geschah bereits beim 11:12 gegen Lilienthal.

Deutlich weniger Spektaktel lieferten Hamburg und Berlin im Duell um den Anschluss an die Playoff-Ränge. Zunächst war der ETV am Drücker und musste sich nach den ersten zehn Minuten nur vorwerfen, mit gerade einmal einem Tor zu führen. BAT kam besser ins Spiel und war zu Ende des ersten Drittels eiskalt mit einem Dreierpack zur Stelle. Mehr als das 2:3 im letzten Drittel brachte die aktuell zu harmlose ETV-Offensive nicht mehr zu Stande, sodass Berlin mit zwei weiteren Treffern in der Schlussphase den Deckel drauf machte – 2:5.

Die Weißenfelser Offensiv-Maschine kommt ins Rollen: Nach den 16 Toren im Pokal gegen Leipzig ließ der UHC nun 15 Tore in Chemnitz folgen. Neuzugang Oskari Kangas war dabei mit einem Fünferpack erfolgreich und führt weiterhin unbedrängt die Scorerwertung der Liga an. Novotny erzielte das Ehrentor für die Floor Fighters, die sich wohl wieder auf eine Saison am Tabellenende einstellen müssen, obwohl eigentlich die Playoffs angepeilt wurden – 1:15.

Highlights Lilienthal – Döbeln (by TV Lilienthal Floorball)

Eine beeindruckende Reaktion hat Lilienthal auf die 4:18-Klatsche gegen Berlin und die anschließende Trennung von Trainer Blankenstein gezeigt: Zunächst gelang gegen Chemnitz der Pokal-Viertelfinaleinzug, nun folgte gegen Döbeln auch der vierte Saisonsieg in der Liga. Bis Spielmitte verlief die Partie ausgeglichen, dann gelangen dem TVL fünf Treffer am Stück von 3:4 auf 8:4. Döbeln konnte nicht mehr kontern – 8:6.

Neben Leipzig – Kaufering war das Duell Dresden – Wernigerode die zweite Toppartie des siebten Spieltags. Und auch hier wurde es torreich und eng. Mehrfache Führungswechsel prägten die ersten 30 Minuten. Dann schoss Krüger die Red Devils mit einem Doppelpack 4:5 in Front. Diese Führung gaben die Gäste nicht mehr her. Der Rest der Partie verlief nach dem Muster: Wernigerode zwei Tore in Front, Dresden Anschluss, Wernigerode zwei Tore.. und so weiter. Bei Schlusspfiff stand es 7:8, damit tauschten beide Teams die Plätze, Wernigerode ist nun Dritter, Dresden Vierter.

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