Damen-WM beginnt in Tschechien!

Anna Wijk traf präzise - Schweden wurde Weltmeister 2011. / Foto: IFF

Anna Wijk traf präzise – Schweden wurde Weltmeister 2011. / Foto: IFF

Am morgigen Samstag startet im tschechischen Brno und Ostrava die neunte Damen-Weltmeisterschaft. Die Favoritenrolle Schwedens ist klar gesteckt, Deutschland darf dank eines neuen Spielmodi nach dem Viertelfinale schielen, muss davor aber einige harte Nüsse knacken.

Schweden Weg ins WM-Finale 2011 war nahezu betäubend. Mit hohen Siegen, darunter ein kompromissloses 11:2 im Halbfinale gegen die heimische Schweiz, war man ins Endspiel eingezogen, mühte sich dort zwar etwas gegen Finnland ab, eroberte dann aber Gold. Bronze ging an Tschechien, das den ambitionierten aber trägen Eidgenossinnen im Spiel um Platz drei eine kalte Dusche verpasste.

Zwei Jahre später könnte sich die schwedische Erfolgsgeschichte wiederholen. Coach Carl Söderström sorgte zwar mit der Nicht-Nominierung von Allstar Emelie Wibron für Aufmerksamkeit („Sie ist bei 60 bis 70 %. Das reicht mir nicht.“), an der Titelverteidigung zweifelt dennoch niemand. Bei der Generalprobe, am letzten Auftritt der EuroFloorball Tour in Göteborg, dominierten die Schwedinnen, der Rest teilte sich die Punkte.

Madeleine Voigt schließt ab gegen die Slowakei - Deutschland siegte mit 4:3 nach Verlängerung und belegte Rang 11. / Foto: IFF

Madeleine Voigt schließt ab gegen die Slowakei – Deutschland siegte mit 4:3 nach Verlängerung und belegte Rang 11. / Foto: IFF

Deutschland überzeugte 2011 mit Spielwitz und Kampfgeist, schloss im Verhältnis dazu das Turnier aber auf einem eher ernüchternden 11. Platz ab. 2013 tritt die Auswahl von Simon Brechbühler mit einem stark verjüngten Kader an. Routiniers wie Auböck (geb. Dirksen, Rücktritt), Timmel (verletzt) oder Schmidt (Rücktritt) sind nicht mehr dabei, dafür sorgt frisches Teenager-Blut etwa von Anne-Marie Mietz, Pauline Baumgarten oder Randi Kleebaum für Abwechslung.

Die Quali schaffte Deutschland nur dank eines besseren Torverhältnisses, Brechbühler hat dennoch vollstes Vertrauen in seinen Kader: „Wenn wir uns richtig vorbereiten, wird sich jeder unserer Gegner warm anziehen müssen.“ Tatsächlich kann Deutschland vom neuen Turniermodus profitieren. Setzt man sich in seiner Gruppe gegen Kanada, Japan und Dänemark durch, wartet in einer Zwischenrunde vermutlich Polen oder Russland. Bei einem Sieg stünde Deutschland im Viertelfinale. Für das Team um Kapitänin Franziska Mietzsch beginnt das Turnier morgen um 16 Uhr gegen Kanada.

Highlights des Finaltages der WM 2011

WM-Gruppen 2013

Gruppe A
Finnland
Schweden
Polen
Russland

Gruppe B
Tschechische Republik
Schweiz
Lettland
Norwegen

Gruppe C
Slowakei
Südkorea
Ungarn
Australien

Gruppe D
Dänemark
Deutschland
Kanada
Japan

Gruppenspiele des Deutschen Teams

07.12., 16:00 – Vodova Arena, Brno
Deutschland vs. Kanada

08.12., 10:00 – Vodova Arena, Brno
Japan vs. Deutschland

09.12., 16:00 – Vodova Arena, Brno
Dänemark vs. Deutschland

Historische Bilanz (Gold-Silber-Bronze)
Schweden – 5-1-2
Finnland – 2-4-2
Schweiz – 1-3-1
Norwegen – 0-0-2
Tschechien – 0-0-1

Weitere Informationen
Deutscher Kader
Deutschlands Gruppe D
Ergebnisse und Statistiken
Offizielle Turnier-Website