6:3-Arbeitssieg gegen Japan

Japan beweist mehr Erfahrung und strategische Reife als Kanada und macht dem deutschen Team das Leben schwer. Erneut sind es aber 90 starke Sekunden, die dem Spiel die Richtung vorgeben. Morgen entscheidet die Partie gegen Dänemark über den Gruppensieger.

Im Vergleich zu den Nordamerikanerinnen verdichtet Japan von Beginn an besser seinen eigenen Slot, blockt mit asiatischem Eifer und beißt mit giftigen Kontern. Goto trifft verdeckt, Neumann stochert zum Anschluss, Takahashi orientiert sich schneller vor Reck – 1:2.

Harte Brocken - Patzelt spürt gegen Japan die Erdanziehungskraft. / Foto: IFF

Harte Brocken – Patzelt spürt gegen Japan die Erdanziehungskraft. / Foto: IFF

Die Wende kommt noch in Drittel eins. Wenige Sekunden nach Japans erneutem Führungstreffer schlenzt Baumgarten von der rechten Flanke aus ins obere Eck. Deutschland setzt sich fest, überrumpelt Japan im Slot, Heiskanen sorgt für die deutsche Führung. Momente später prallt der Lochball zu Gacon an der linken Bande, die schlenzt flach zum 4:2 ein.

Japan bleibt dennoch hartnäckig, Deutschland kommt selten zu zwingenden Chancen, behält aber weitaus mehr Spielanteile. Baumgarten erhöht im zweiten Drittel per Nachsetzer, im Schlussabschnitt findet Heiskanen Kuhlmann vorm Tor, die schlenzt aus nächster Nähe zur Vorentscheidung ein. Goto korrigiert – 6:3.

Ende gut, alles gut - Deutschland bezwingt Japan mit 6:3. / Foto: IFF

Ende gut, alles gut – Deutschland bezwingt Japan mit 6:3. / Foto: IFF

Das restliche Teilnehmerfeld zeichnen überwiegend klare Verhältnisse aus. Bei Schwedens 16:0-Erfolg gegen Polen eroberte Emelie Lindstrom die Krone der erfolgreichsten Scorerin der WM-Geschichte. In zwanzig Spielen sammelte die 27-Jährige mit 33 Toren und 32 Vorlagen 65 Punkte.

Bilder zur Partie
IFF
Tim Fuhrmann