Deutschland steht im Viertelfinale!

Ein Spiel für Floorball-Ästheten war es nicht. Egal, völlig egal. Die deutsche Mannschaft erfüllt sich mit einem knappen und hart erkämpften 2:1 gegen Russland den ersehnten Traum vom Viertelfinale. Dort wartet am Donnerstagabend nun Medaillenkandidat Schweiz.

Ansehnliche Spielszenen oder gefährliche Abschlüsse blieb das erste Playoff-Spiel lange schuldig. Gerade einmal fünf Torschüsse (drei für Deutschland, zwei für Russland) durfte die Statistik im ersten Drittel verbuchen.

Jensen (l.) und Schwarz (r.) im Jubeltaumel. / Foto: IFF

Jensen (l.) und Schwarz (r.) im Jubeltaumel. / Foto: IFF

Im zweiten Spielabschnitt schien Russland die Morgenmüdigkeit besser abgeschüttelt zu haben und erarbeitete sich bis ins Schlussdrittel hin nun konstanter Chancen. Deutschland profitierte aber von einer glänzend aufgelegten Indra Reck, die insgesamt satte 26 Schüsse parierte und nur einmal kassierte – in der 47. Spielminute.

Keeperin Lapina reagiert blitzschnell und bedient mit einem Auswurf die davonstürmende Viktorova, die mit einem verdeckten Schlenzer Richtung Reck abzieht. Der Ball hoppelt durch, am Ende auch über die Linie – 0:1.

Doch die Antwort kommt umgehend. Nur 13 Sekunden später behauptet Jensen einen unkontrollierten Ball, legt via Rückhand auf Schwarz ab, Direktabnahme, Ausgleich. Nicht genug. Eine halbe Minute darauf prescht Neumann im Konter über rechts vor, legt ab auf Kuhlmann, die passt in den Slot zu Heiskanen – 2:1.

Alle Glieder im Weg - Deutschland verteidigte den knappen Vorssprung bis zum Schlusspfiff. / Foto: IFF

Alle Glieder im Weg – Deutschland verteidigte den knappen Vorssprung bis zum Schlusspfiff. / Foto: IFF

47 Minuten lang keine Tore, dann alle drei in weniger als 50 Sekunden. Deutschland wehrt sich nun mit allen Mitteln gegen den Ausgleich und hält bis zum Schluss dagegen. Bitter lediglich Baumgartens verknackster Fuß. Ihr weiterer Einsatz im Turnier ist fraglich. Auch 2011 verletzte sich die Weißenfelserin in der Partie gegen denselben Gegner.

„Russland war das bessere Team heute“, gestand Bundestrainer nach der Partie gegenüber floorball.org. „Am Anfang wussten wir noch, wie wir sie zu bekämpfen hatten, dann änderten sie ihr System und wir verloren die Kontrolle“, so der Schweizer. Gereicht hat es trotzdem. Im Viertelfinale trifft er mit Deutschland nun auf sein Heimatland (Donnerstag, 20 Uhr). „Das Team hat nichts zu verlieren – wir werden es genießen“, schließt Brechbühler ab.

Weitere Bilder gibt es in der IFF-Fotogalerie.