Zwei Drittel gegen Norwegen reichen nicht

Norwegen beweist nicht nur einen längeren Atem, sondern auch mehr Dynamik und technische Finesse. Dennoch kann das deutsche Team bis zum Schlussdrittel mithalten – dann ist Endstation. Gegen Polen geht’s um Platz sieben.

Im ersten Platzierungsspiel gegen den zweimaligen Bronze-Medaillisten aus Norwegen schlägt sich die deutsche Auswahl zwei Drittel lang tapfer. Auf eine frühe Führung der Skandinavierinnen antwortet Deutschland sehenswert zu Beginn der zweiten Spielperiode – Heiskanen holt sich mit einem starken Zweikampf den Ball, zieht zum linken Pfosten, bedient Kuhlmann (später zur „Best Player“ gewählt), die gleicht aus.

Starke WM -  Franziska Kuhlmann etabliert sich im ersten Block und wird

Starke WM – Franziska Kuhlmann etabliert sich im ersten Block und wird „Best Player“. / Fotp: IFF

Die bis dahin tadellose Keeperin Reck kassiert in der 26. Spielminute die erneute Führung Norwegens, als sie einen Schlenzer von der rechten Flanke aus unglücklich selbst ins Tor lenkt. Im Schlussabschnitt wirkt Deutschland platt, kann mit dem agileren Gegner den Schritt nicht mehr halten und absolviert sein schwächstes Drittel am Turnier. Erneut kommen fast alle Spielerinnen zum Einsatz, Norwegen legt aber einen Gang zu und schraubt den Endstand auf 1:7 hoch.

Man habe sein Bestes gegeben, aber gegen ein Team wie Norwegen fehlt es eben noch einigem, meinte nach der Partie Laura Neumann gegenüber floorball.org: „Heute haben die physischen Möglichkeiten entschieden.“