Buchta: „Ich erwarte, dass wir die Playoffs schaffen.“

Bei Vinohrady galt Buchta als talentierter Spaßvogel. / Foto: Doubek / privat

Bei Vinohrady galt Buchta als talentierter Spaßvogel. / Foto: Doubek / privat

Mit dem Tschechen Jiri Buchta stärkt Dresden seinen Torwartposten. Der 26-Jährige will sich früh einen Stammplatz verdienen und möchte die Torwartausbildung der Igels unterstützen. Ins neue Jahr startet Dresden beim Deutschen Meister in Leipzig.

Floorballmagazin: Was hat dich nach Dresden gelockt? Es stand ja noch ein anderer Verein im Gespräch.

Eigentlich war es ein Zusammenspiel aus Zufällen, die mir vielleicht die letzte Chance geboten haben, ins Ausland zu gehen. Ursprünglich war ich in Kontakt mit Jan Kapucian aus Chemnitz, der mit mir bei Vinohrady gespielt hat. Ich habe mit den Floor Fighters sogar an einem Vorbereitungsturnier teilgenommen, aber am Ende hat’s mit dem Wechsel nicht geklappt. Ich wollte es aber nicht abblasen, sprach mit Marek Mandler, besuchte vor Weihnachten noch ein Training und wir waren uns recht schnell einig.

Was erwartest du von der Bundesliga?

Ich hoffe, dass ich vor einer vollen Kulisse spielen werden – deutsche Fans haben schließlich einen großartigen Ruf – und dass ich ein etwas anderes Floorball erlebe. Auch würde ich gerne mein Deutsch verbessern. Bei uns sagt man ‚je mehr Sprachen du kennst, desto häufiger bist du ein Mensch‘.

Und sportlich?

Einiges weiß ich schon, Kapi (Jan Kapucian, Anm. d. Red.) hat mir bereits einiges erzählt. Ich weiß, dass die Spitze, vor allem Weißenfels, mit den Topteams unserer 1. Liga und mit den unteren Klubs der Extraliga mithalten kann. Die schwächeren Mannschaften der Bundesliga würden sich aber wohl selbst in unserer 2. Liga schwer tun. Aber das Niveau soll wachsen, auch wenn es noch überwiegend von ausländischen Spielern getragen wird.

Was willst du mit Dresden erreichen? Das Team kämpft um den Einzug in die Playoffs.

Ich erwarte, dass wir den auch schaffen. Das sollte mit Spielern wie Marek Soukup auf jeden Fall realistisch sein. Mir fehlt etwas der Überblick über die ersten sechs Teams, aber sollten wir es in die Playoffs schaffen, ist nichts unmöglich. Das ist immer ein eigener Wettbewerb.

Und wie willst du dazu beitragen? Peilst du den Posten der Nummer eins an?

Ich würde mir gerne den Stammplatz verdienen, aber wie ich bislang Georg sehen konnte, wird es keinesfalls einfach sein. Ich würde dem Verein auch sehr gerne bei der Ausbildung junger Torhüter helfen – schließlich bin ich mittlerweile in einem Alter, wo man einige Erfahrungen übergeben kann. Aber das müssen wir erst mit dem Verein klären, ob überhaupt Interesse besteht.

Wirst du in Dresden wohnen oder wie planst du dein Engagement?

Nein, ich bleibe in Prag, mit dem Auto sind es gerade mal eineinhalb Stunden, also ist es kein Problem. Außerdem fahre ich gerne. Am Freitag setze ich mich nach der Arbeit hinters Steuer, sollte so auch das Training schaffen und verbringe in Deutschland dann den ganzen Spieltag.