Falkenberger: „Es läuft ziemlich perfekt.“

Traf auch gegen Wernigerode doppelt. / Foto: Red Hocks Kaufering

Traf auch gegen Wernigerode doppelt. / Foto: Red Hocks Kaufering

Drei Teams besetzen punktgleich die Ränge hinter Tabellenführer Weißenfels. Am Samstag reist Kaufering nach Berlin und will Platz zwei erobern. Kapitän und Topscorer Maximilian Falkenberger weiß, dass die Red Hocks einen langen Atem brauchen.

Mit 21 Toren und 9 Vorlagen belegt Maximilian Falkenberger den zweiten Platz der Scorer-Wertung und ist produktivster Deutscher in der Bundesliga. Die starken Auftritte insbesondere seiner Formation hievten Kaufering auf die vorderen Playoff-Platze und den 20-Jährigen in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die kommende WM-Quali.

Floorballmagazin: Kaufering ist zwar in der letzten Runde auf den vierten Rang runtergerutscht, enttäuscht muss man aber sicherlich nicht sein. Trotzdem, warum hat es zuhause gegen Wernigerode nicht gereicht?

Maximilian Falkenberger: Gegen Wernigerode war es ein knappes spannendes Spiel. Wir haben im ersten Drittel unsere Chancen nicht genutzt und sind das gesamte Spiel dem Rückstand hinterhergelaufen. Im Schlussdrittel haben wir uns noch einmal super zurückgekämpft. Ich denke, auch wenn wir jetzt doch die ein oder andere Niederlage haben hinnehmen müssen, stehen wir immer noch als Aufsteiger sehr gut da. In den beiden kommenden Partien gegen Berlin und Dresden können wir nochmal beweisen, dass wir nicht unverdient da oben dabei sind.

Dafür gab es den Einzug ins final4. Ihr hattet keine Schwierigkeiten, euch auf beide Wettbewerbe zu konzentrieren?

Wir haben uns vor der Saison die Liga als Hauptprio gesetzt und den Pokal als Zugabe gesehen. So sind wir auch in die Pokalspiele gegangen. Wir haben uns keinerlei Druck aufgebaut und sind damit ganz gut gefahren.

Falkenberger überzeugt auch als Anführer mit bayerischer Kapitänsbinde. / Foto: Red Hocks Kaufering

Falkenberger überzeugt auch als Anführer mit bayerischer Kapitänsbinde. / Foto: Red Hocks Kaufering

Nun hat Kaufering vielleicht den größten Heimvorteil, aber ebenso die längsten Fahrtwege. Machen solche Strecken einen nicht mürbe? Würdet ihr das auch noch die nächsten Jahre aushalten, sofern es nicht weitere Erstligisten im Süden gibt?

Die langen Fahrtstrecken sind schon wirklich anstrengend. Ich kann mir derzeit aber eigentlich nicht vorstellen, dass sich das auf die Leistung auswirkt. Derzeit läuft es bei uns ziemlich perfekt. Was in Zukunft passieren wird, kann keiner wissen. Wir sind verdammt schnell da gewesen, genauso schnell werdet ihr uns aber nicht mehr los (lacht). Ein weiterer Erstligist im Süden würde uns aber schon gefallen.

Am Samstag geht’s nach Berlin. Im Hinspiel siegten die Red Hocks mit 4:0. Ein Weckruf für BAT, das seit jenem Spiel alle sechs Partien deutlich für sich entscheiden konnte. Was erwartest du von dem Spiel?

Ich freue mich auf das Duell. Es wird sicher spannender und knapper als im Hinspiel. Der Gewinner behauptet sich oben, von daher werden wir sicher heiß sein.

Abschließend Gratulation zur Nominierung in den Kader der deutschen Herren-Nationalmannschaft. Ende Januar geht’s zur WM-Quali.

Ich habe in den letzten Tagen viel mit Bundestrainer Soutter geschrieben. Anfangs hatte ich überhaupt nicht mit einer Nominierung gerechnet. Als er mir dann kleine Hoffnungen gemacht hat, habe ich alles versucht in diesem Zeitraum Urlaub zu beantragen. Hat nach anfänglichen Schwierigkeiten auch geklappt. Ich bin überglücklich, dass ich mit der Nationalmannschaft nach Nijemgen reisen darf. Ich freue mich auf die Aufgabe und das Team.

Und wie stehen die Chancen?

Ich denke der vierte Platz bei der WM in der Schweiz darf hier niemanden täuschen. Es gilt bei der WM-Quali mindestens Zweiter zuwerden. Mit ordentlicher, konzentrierter Leistung ist das sicher möglich.