Deutschland vor der WM-Quali

Auf den Schultern von Böttcher und den Mucha-Zwillingen (v. r.) lastet viel Verantwortung. Bernieck (l.) hingegen sagte seine Teilnahme ab. /Foto: IFF

Auf den Schultern von Böttcher und den Mucha-Zwillingen (v. r.) lastet viel Verantwortung. Bernieck (l.) hingegen sagte seine Teilnahme ab. /Foto: IFF

Nach der holprigen Vorbereitung gilt es ab morgen für die deutsche Nationalmannschaft. In Nijmegen will sich das Team von Bundestrainer Soutter für die WM in Schweden qualifizieren. Zum Auftakt wartet dabei gleich das Schlüsselspiel gegen Dänemark.

Die Vorbereitung des Nationalteams auf das Qualifikationsturnier in Nijmegen als holprig zu bezeichnen, ist noch wohl wollend ausgedrückt. Nach der sensationellen WM-Endrunde im Dezember 2012 mit dem vierten Rang für Deutschland passierte zunächst: nichts. Erst im November 2013 traf sich das Team erstmals wieder zu Testspielen im tschechischen Prag.

Zuvor waren mehrere Zusammenzüge aus verschiedenen Gründen geplatzt. Im Dezember, zwischen Weihnachten und Neujahr, traf sich das Team noch zu einem zweiten Camp in Kaufering. Center Sebastian Bernieck kritisierte die Organisation rund um das Nationalteam in der Folge öffentlich und sagte seine Teilnahme an der Quali ab, um „ein Zeichen zu setzen“.

Es war nicht die einzige Absage. Die Schlüsselspieler Fredrik und Kristian Holtz sowie Ramon Ibold sagten aus finanziellen Gründen ab, Andreas Gahlert und Sascha Herlt passten verletztungsbedingt. Dafür kommen nun die Neulinge Irrgang, von Pritzbuer und Baas zu ihren Premiereneinsätzen im Nationaldress.

Bei allen Enttäuschungen, Misstönen und Absagen der letzten Wochen ist dennoch klar: Alles andere als die Qualifikation für die im Dezember stattfindende WM-Endrunde in Schweden wäre eine Riesenenttäuschung für die deutsche Mannschaft. Denn der Kader ist noch immer qualitativ hochwertig, trotz der Absagen.

Etabliertes Goalie-Duo - Kohler und Dietz (r.) sollen es richten und die Deutsche Mannschaft zur WM hexen. /Foto: IFF

Etabliertes Goalie-Duo – Kohler und Dietz (r.) sollen es richten und die Deutsche Mannschaft zur WM hexen. /Foto: IFF

Dennoch wird sich das Team erstmal finden müssen. Insofern ist es keine glückliche Ansetzung, dass Deutschland gleich im ersten Spiel auf Dänemark trifft. Die Dänen sind wohl der Hauptgegner im Kampf um Rang zwei. Denn daran, dass die Tschechen trotz enttäuschender letzter WM das Turnier gewinnen werden, kann eigentlich niemand zweifeln.

Die Dänen wiederum haben nach der verpassten WM-Quali im Februar vor zwei Jahren, als es u.a. gegen Deutschland eine 3:14-Klatsche setzte, ihr Team umgekrempelt und viele Nachwuchskräfte eingebaut. Ein Endspiel zum Auftakt also: Gewinnt Deutschland gegen die Dänen ist die halbe Miete zur erfolgreichen Quali schon drin. Verliert das Team von Bundestrainer Soutter, wird es sehr schwer, Platz zwei zu erreichen.

Sicher qualifiziert für die WM in Schweden sind nur die beiden Gruppenersten. Der Dritte muss hingegen zittern, den hier entscheidet der Quervergleich mit den anderen drei europäischen Qualifikationsturnieren. Nur die besten beiden Dritten kommen dabei weiter.

Wie schon üblich, wird die Qualifikation auf allen Kanälen bedient, u.a. mit einer IFF-App. Zudem sind die deutschen Spiele im Livestream zu sehen. Die entsprechenden Links sind am Ende des Artikels aufgelistet.

20142701_wm-quali_logoDie deutschen Partien im Überblick
28. Januar, 15 Uhr: vs. Dänemark
29. Januar, 12 Uhr: vs. Österreich
30. Januar, 19 Uhr: vs. Niederlande
31. Januar, 15 Uhr: vs. Tschechien
01. Februar, 9 Uhr: vs. Großbritannien

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