„Die WM muss das Ziel sein“

Die Leidenschaft seines Teams schätzt Philippe Soutter sowohl als Stärke als auch mögliche Schwäche ein. /Foto: IFF

Die Leidenschaft seines Teams schätzt Philippe Soutter sowohl als Stärke als auch mögliche Schwäche ein. /Foto: IFF

Bundestrainer Philippe Soutter steht beim Qualifikationsturnier in Nijmegen vor der Herausforderung, aus vielen neuen Spielern und arrivierten Kräften ein schlagkräftiges Team zu formen. Im Interview zeigt sich der Schweizer Coach zuversichtlich.

Floorballmagazin: Hallo Philippe, morgen geht es los mit der WM-Qualifikation. Wann habt Ihr Euch getroffen und wie sind Deine Eindrücke vom Team?

Philippe Soutter: Wir haben uns am Sonntag in Kamen getroffen. Dort haben wir kurzfristig noch eine Halle gefunden und zwei Trainingseinheiten gemacht. Das war extrem wichtig, da es ja einige neue junge Spieler im Kader hat. Wir haben in den Trainings versucht, Linienkonfigurationen zu bilden. Damit bin ich eigentlich sehr zufrieden. Die Mannschaft hat mit der üblichen Intensität und Leidenschaft agiert. Was ja Stärke und Schwäche zugleich ist. Schwäche insofern, dass in intensiven Momentan manchmal die Gefahr besteht, dass ein bisschen die Kontrolle verloren wird. Das ist allerdings eine Schwäche, dir mir noch sympathisch ist. (schmunzelt)

Du sprichst die Linien an. Viele prominente Namen fehlen dieses Mal. Meiner Ansicht nach ist die Kaderqualität dennoch hoch. Trotzdem: Wie haben Dich die Absagen beeinflusst?

Gegenfrage: Was führt Dich zu der Aussage, dass die Qualität hoch ist? Spielst Du selber noch Bundesliga?

Ja. Ich kenne einige der neuen Spieler, die dabei sind. Sie müssen sich natürlich direkt international bewähren, was sicher nicht leicht ist.

Ja. Ich gebe Dir Recht. Wie soll ich sagen? Ich war bei den Einheiten am Sonntag sehr angetan, wie sich die Spieler rein intensitätsmäßig und auch qualitativ präsentiert haben. Das hat mich mit einer gewissen Heiterkeit beseelt. Nach der doch eher schwierigen Vorbereitungsphase – um das Wort Vorbereitungsphase mal zu verwenden. Die Präsentation der Spieler beim Training hat mich sehr positiv überrascht.

Die Präsentation der Spieler im Training hat mich mit Heiterkeit beseelt.

Dänemark ist wohl das Schlüsselspiel um Rang zwei. Ihr trefft morgen Nachmittag gleich im ersten Spiel auf sie. Vorteil oder Nachteil?

Es ist für beide Teams ein reizvolles Spiel, wo von den Trainern und den Spielern große Flexibilität verlangt wird. Wo erwartet wird, dass wir so rasch wie möglich erkennen, wo die Stärken und Schwächen des Gegners sind, vor allem in dessen Defensive. Dann müssen wir sehen, wie wir das nutzen. Es wird sicher darauf ankommen, wer schneller bereit ist, aufgrund der vielen unbekannten Punkte beim Gegner, das Richtige zu tun. Ich gehe zudem davon aus, dass die Dänen auch einige junge, unerfahrene Spieler im Kader haben. Es wird sehr interessant.

Philippe Soutter ist seit Mai 2011 deutscher Bundestrainer. /Foto: IFF

Philippe Soutter ist seit Mai 2011 deutscher Bundestrainer. /Foto: IFF

Wie lauten die Ziele für das Turnier?

Das ist natürlich klar: Qualifikation für die WM. Das muss das Ziel sein. Wir sollten auf das ganze als positives Abenteuer schauen. Und wir sollten auch furchtlos auftreten. Wir müssen nur aufpassen, dass wir dabei nicht das R tauschen, sodass es fruchtlos wird. Das Team muss das Turnier lustvoll und abenteuerlustig angehen.

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