Stoll: „Zu gewissen Teilen gewundert.“

Verbandspräsident Oliver Stoll will Anfang März in Blossin die große Aussprache suchen. / Foto: Elke Scholz

Verbandspräsident Oliver Stoll will Anfang März in Blossin die große Aussprache suchen. / Foto: Elke Scholz

Die Tendenz des offenen Briefes aus Sachsen und Sachsen-Anhalt stößt beim Dachverband zwar auf Verständnis, Verwunderung herrsche laut Verbandspräsident Stoll aber darüber, weshalb sich mancher Vertreter auf diese Weise nun zu Wort melde, der an der Entscheidungsfindung zuvor aber nicht partizipieren wollte. Auch dürfe man hier andere Bundesligisten nicht übergehen.

Verbandspräsident Stoll erklärte, er habe sich über den Brief (siehe „Offener Brief fordert Reformen„) aber zu gewissen Teilen gewundert. Schließlich seien die kritisierten Punkte zum großen Teil Ergebnis intensiver und über Monate laufender Diskussionen im Gesamtvorstand, wo alle Richtungsentscheidungen von den Vertretern der Landesverbände und des Vorstands von Floorball Deutschland sowie den Kommissionsleitern gemeinsam getroffen werden.

„Hier hat sich allen voran der Landesverband Sachsen-Anhalt in den vergangenen Monaten nicht oder wenn dann nur indirekt über die Doppelfunktion des Spielbetriebskommissionsleiters Jens Zoberbier beteiligt. Im Fall von Sachsen lagen zuletzt technische Probleme vor, so dass deren Vertreter Holger Saß nicht sprechen konnte, aber deutlich gegen die Lizenzerhöhung für Bundesligavereine gestimmt hat“, stellt Stoll fest.

Insgesamt werde hier laut Stoll offenbar das gemeinsam in den vergangenen Jahren zur Meinungs- und Entscheidungsfindung geschaffene Gremien nur bedingt ernst genommen. „Ich hoffe, dass sich dies in Blossin ändert und von allen Landesverbänden mitgearbeitet wird“, meint der Verbandspräsident.

Dort werde es mit unter auch um die Vertretung der Liga im Gesamtvorstand gehen. „Jetzt schon Vertreter namentlich zu benennen, halte ich allein aus Respekt vor den anderen Bundesliga-Vereinen für etwas verfrüht“, schließt Stoll ab.

Vize-Präsidentin Elke Scholz erklärte, sie nehme den Brief sehr ernst. „Er spiegelt eine große Unzufriedenheit in Floorball Deutschland wieder. Wir müssen die zurzeit geltenden Strukturen im Verband komplett neu überdenken. Das kann unter Umständen auch eine umfangreichere Satzungsänderung nachsichziehen“, so Scholz.

Die aufgeführten Punkte seien auch Bestandteil unseres geplanten Live-Meetings in Blossin. „Dort werden wir reflektieren, was geändert werden muss, damit die Arbeit im Bundesverband optimiert werden kann,“ sagt Scholz.