Favoriten im Endspiel

Volle Halle beim Duell Weißenfels - SG ETV Piranhhas/Wellingsbüttel. /Foto: FM

Volle Halle beim Duell Weißenfels – SG ETV Piranhhas/Wellingsbüttel. /Foto: FM

Mit Grimma und Weißenfels ziehen die favorisierten Teams ins Damen-Endspiel des final4 ein. Der Weg dahin war allerdings steinig, denn sowohl die SG Berlin als auch die SG ETV Piranhhas/Wellingsbüttel verkauften sich teuer.

0:11 und 1:16 waren die letzten beiden Ergebnisse der Ligaduelle von Berlin und Grimma. Doch auf Föhr präsentierten sich die Hauptstädterinnen wie ausgewechselt. Im ersten Damen-Halbfinale des final4 führten sie bis ins zweite Drittel hinein mit 1:0.

Grimma tat sich hingegen mit der kompakten Defensive der Berlinerinnen ungemein schwer und kam nach starker, aber torloser Startphase kaum noch zu Chancen. Erst ein Fehler der SG in eigener Hälfte mit folgenden Ballverlust brachte Mitte der Partie den Ausgleich.

Führung eine Sekunde vor Drittelende

Als alle schon mit einem Unentschieden zur zweiten Pause rechneten, staubte Gatzke im Slot eine Sekunde vor Abpfiff zur erstmaligen Führung des Favoriten ab. Im Schlussdrittel präsentierte sich Grimma dann stärker, während Berlin offensiv die Möglichkeiten fehlten.

So schraubte Grimma den Spielstand auf 6:2 und zog ins Finale ein. Für Berlin war diese knappe Niederlage angesichts der letzten Ergebnisse ein kleiner Sieg. „Wir können wirklich sehr zufrieden sein“, sagte Berlins starke Torfrau Annabell Klein nach der Partie.

Hexenkessel in der Wyker Sporthalle

Im zweiten Halbfinale traf Titelverteidiger Weißenfels auf die SG ETV Piranhhas/Wellingsbüttel. Die hatten durch einige Lokalmatadorinnen einen kleinen Heimvorteil. Dadurch verwandelte sich die Sporthalle Wyk, auch dank des Weißenfelser Anhangs, während der Partie in einen Hexenkessel.

Dazu trug auch der Spielverlauf wesentlich bei. Die SG dominierte das erste Drittel und ging völlig verdient in Führung. Zu Mitte der Partie wandelte sich das Bild etwas, als der UHC besser mit der aggressiven Defensive der Hanseaten zurechtzukommen begann.

Der Ausgleich fiel jedoch erst im Schlussdrittel und wurde prompt durch die erneute ETV-Führung beantwortet. Weißenfels hatte die passende Antwort und so schritt die Partie beim Stand von 2:2 eigentlich auf die Verlängerung zu.

Überrascht von Hamburgs Stärke“

In der Schlussminute bekam Weißenfels dann aber einen Freischlag zentral vorm Tor zugesprochen. Andrä vollstreckte direkt und brachte den Favoriten damit ins Endspiel, dass morgen früh 9 Uhr stattfindet. „Wir waren überrascht von der Hamburger Stärke“, zeigte sich UHC-Centerin Laura Neumann nach der Partie angetan von der Leistung des Gegners.

Im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft, das in der Drittelpause ausgelost wurde, treffen beide Teams in Kürze übrigens wieder aufeinander. Grimma wird es hingegen mit den Damen aus Bonn zu tun bekommen.