Youngster rockt Penaltymeisterschaft

Dramatisches Setting - schmale Bühne, Schütze gegen Goalie. /Foto: FM

Dramatisches Setting – schmale Bühne, Schütze gegen Goalie. /Foto: FM

Mit Flemming Kühl hat die erste deutsche Penaltymeisterschaft gleich einen Überraschungssieger. Der 17-jährigeTetenbüller stach gestern Abend in der Wyker Nationalparkhalle 28 Kontrahenten aus und holte den Titel bei der Premierenauflage.

Ein einen Meter hohes Podest, fünf Meter Anlauf, ein Tor, ein Dutzend Scheinwerfer für die angemessene Portion Rampenlicht. Das fast schon dramatisch inszenierte Setting für die erste deutsche Penaltymeisterschaft, die gestern Abend im Rahmen des final4 auf Wyk stattfand, konnte sich sehen lassen.

Der Modus versprach zusätzlich Spannung. Die 28 Spieler, darunter durchaus illustre Namen wie Kauferings Julian Rüger oder Berlins Christian Keil, trafen immer in Direktduellen im Sudden Death Modus aufeinander. Hieß: Einer musste treffen, der Gegner daneben schießen, dann ging es für den erfolgreichen Schützen eine Runde weiter. Die vier Goalie Kuld, Mieloch, Jensen und Nebe wechselten immer nach zwei Versuchen.

Der Champion schoss immer links oben

Tricks wurden auf der schmalen Bühne eher wenig gezeigt, es dominierten die präzisen Schüsse. Vor allem Flemming Kühl bewies dabei Konstanz und ein ruhiges Händchen – der Tetenbüller platzierte einfach jeden Penalty mit gezielten Handgelenkschüssen im rechten oberen Eck.

So zog der 17-jährige Youngster gemeinsam mit gleich drei Berliner Spielern ins Halbfinale ein. Dort ließ er zunächst Daniel Flister keine Chance. Im Finale schlug Kühl dann auch noch Bundesliga-Veteran Jan Kratochvil und krönte sich so zum ersten deutschen Penaltymeister. Der Champion wurde abschließend standesgemäß mit der Nationalhymne geehrt.