Weißenfelser Damen siegen in Overtime

Jubel in Weiß - Nach Andräs Overtimetor feiert Weißenfels den zweiten Pokalsieg nach 2012. /Foto: FM

Jubel in Weiß – Nach Andräs Overtimetor feiert Weißenfels den zweiten Pokalsieg nach 2012. /Foto: FM

Es bleibt auch am finalen Sonntag dabei: Das final4 auf Föhr garantiert irre Spielverläufe. Im Damenendspiel hat Grimma Weißenfels lange im Griff und führt im Schlussdrittel bereits 4:1. Dann kommt der UHC aber beeindruckend zurück. Das Teamküken entscheidet schließlich das Spiel.

9:4 hatte Weißenfels das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in der 1. Bundesliga Ost gewonnen. Einen solchen Ausgang wollte Grimma unbedingt vermeiden. Mit aggressiven Defensivverhalten und kompromisslosen Angriffen gelang dies den Sächsinnen auch über zwei Drittel hervorragend.

Den frühen Rückstand nach 38 Sekunden drehte der MFBC in eine klare Führung. Zu Beginn des Schlussdrittels stand es 4:1. Doch der Weißenfelser Anschlusstreffer Mitte des letzten Abschnitts brachte den UHC zurück. Grimma nun mit einfachen Fehlern, die Weißenfels eiskalt bestrafte – 4:4.

Kurz darauf Aufregung: Schiri Rene Potthof pfiff eine aufgeschobene Strafe gegen Weißenfels genau in dem Moment ab, als Grimma zur Führung traf. Die anschließende Überzahl blieb ungenutzt, danach nutzte Weißenfels ein Powerplay zum 5:4. Doch Grimma fightete zurück, Dietel schickte die Partie mit ihrem Treffer in die Overtime.

„Danach ist alles abgefallen“

Dort schlug dann die große Stunde des Weißenfelser Teamkükens Luise Andrä. In der 63. Minute reagierte sie bei einem Abpraller am schnellsten und überwand Nickel im Grimmaer Tor mit einem schönen Rückhandschuss unter die Latte zum 6:5. „Danach ist alles abgefallen, ein großartiges Gefühl“, kommentierte die glückliche Torschützin nach der Partie.

Während Weißenfels also zum zweiten Mal nach 2012 Pokalsieger wird, muss Grimma eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Das Team aus Sachsen hatte sich teuer verkauft, speziell in den ersten beiden Dritteln. Danach ließen sie entscheidend nach: „Es ist eben schwer, gute Startleistungen über die ganze Partie konstant aufrechtzuerhalten“, meinte MFBC-Centerin Lisa Merle Entelmann.

Nach der Partie wurde auch das Allstarteam des final4-Damenturniers bekannt gegeben. Im Tor Annabell Klein (SG Berlin), in der Defensive Ina Jensen (SG ETV Piranhhas Wellingsbüttel) sowie Katja Leonhardt (UHC Weißenfels), in der Offensive Susann Straßburger (MFBC Grimma), Daniela Kolbe (MFBC Grimma) und Luise Andrä (UHC Weißenfels).