Playoffstart mit Leckerbissen

Leipzigs finnisches Duo Ronkanen (Bild; 5 Tore und 3 Vorlagen) und Koivistoinen (2 Tore und 3 Vorlagen) bekam Berlin im Rückspiel nicht in den Griff und unterlag mit 6:11. / Foto: Luisa Mocker

Leipzigs finnisches Duo Ronkanen (Bild; 5 Tore und 3 Vorlagen) und Koivistoinen (2 Tore und 3 Vorlagen) bekam Berlin im Rückspiel nicht in den Griff und unterlag mit 6:11. / Foto: Luisa Mocker

Während es sich Weißenfels und Kaufering bereits in den Halbfinals gemütlich machen dürfen, treffen Wernigerode, Berlin, Leipzig und Lilienthal im Viertelfinale aufeinander. In den Playdowns buhlen indes Dresden, Hamburg, Chemnitz und Döbeln um den Klassenerhalt. Wir tippen mal.

Red Devils Wernigerode – TV Lilienthal
(Ligaergebnisse: 10:4, 5:6)
Dass die Formkurve der Devils im Augenblick nicht nach oben zeigt, hat wenig zu bedeuten. Solange sich der Kader durch den katastrophalen Schlusspurt der vergangenen Saison nicht verunsichern lässt und Coach Peter Gahlert eine wirksame Lösung für seine marode Defensive überlegt, bleibt Wernigerode gegen Lilienthal Favorit. Die Wölfe überzeugen zwar mit einer homogeneren Truppe und schafften es im Harz diese Saison wichtige Punkte zu erbeuten, der Einzug ins Halbfinale wäre dennoch eine große Überraschung.
Chancen: 80:20

BAT Berlin – MFBC Leipzig
(4:7, 6:11)
Die Hauptstädter mauserten sich im Laufe der Saison vom Playdown-Kandidaten zu einer der konstantesten Mannschaften der Liga. Mit der zweitbesten Defence (hinter Weißenfels) und einer Offence, die von keinen Individualisten abhängig ist, war man am Ende sogar über den vierten Rang enttäuscht. Gegen Leipzig gelang Berlin aber kein einziger Punkt und man tat sich insbesondere mit dem druckvollen Spiel aus zweiter Reihe schwer. Der MFBC gewann in den letzten Runden an Fahrt und zehrt auch vom Aufschwung seines finnischen Sturmduos Koivistoinen und Ronkanen.
Chancen: 40:60

Unihockey Igels Dresden – UHC Döbeln
(7:6, 10:9 n.V.)
Nur zwei Punkte trennten Dresden von den Playoffs, satte zwölf von seinen Playdown-Verfolgern. Tatsächlich enttäuschte der starke Kader der Igels nach dem gelungenen Saisonstart zu häufig mit fehlender Dynamik, gegen Döbeln gab es aber zwei knappe Siege. Der UHC verblutete hingegen regelmäßig an seinen zahlreichen Strafen und gilt nun als Abstiegskandidat Nummer eins. Sollte es Döbeln endlich gelingen, seine Disziplin über 60 Minuten unter Kontrolle zu behalten, stünden die Chancen um einiges besser.
Chancen: 70:30

ETV Hamburg – Floor Fighters Chemnitz
(3:7, 9:2)
In Hamburg hat man sich die Playdowns nach mehreren erfolgreichen Jahren abgewöhnt, landete dort mit der schwächsten Offensive der Liga (nur 66 Tore aus 18 Spielen) aber völlig zurecht. Auch in Chemnitz zielte man eigentlich zu Saisonbeginn auf die Playoffs ab, der starke Kader funktionierte aber nicht, Verletzungen und Abgänge kamen hinzu. Die Bilanz beider Teams wirkt ausgeglichen, dank Heimrecht und Dietz‘ Rückkehr, dürfte Hamburg den Klassenerhalt in der ersten Playdown-Runde aber sichern.
Chancen: 60:40