Mit dem Rücken zur Wand

Wernigerode scheiterte in Lilienthal knapp mit 5:7, zwei Heimspiele sollen es jetzt richten. / Foto: Christine Höfelmeyer

Wernigerode scheiterte in Lilienthal knapp mit 5:7, zwei Heimspiele sollen es jetzt richten. / Foto: Christine Höfelmeyer

Beide besser platzierten Playoff-Kandidaten, Wernigerode sowie auch Berlin, starteten mit einer Niederlage in ihre Best-of-Three-Serien. Nun sollen zwei Heimsiege her. Die Trainer Peter Gahlert und Timo Krohne sind zuversichtlich, dass vor ihren eigenen Fans nichts schief gehen wird.

Gahlert: „Handfeste Krise“

Auch in Lilienthal plagte die verjüngten Devils ein problematisches Muster. Nach knapp acht Spielminuten lag Wernigerode schon 0:4 zurück. „Aktuell befinden wir uns in einer handfesten Krise“, nennt Head-Coach Peter Gahlert die regelmäßigen Startschwierigkeiten beim Namen. In Lilienthal habe man sich nach einer Auszeit aber wieder stabilisiert und auch mehr Spiel- und Chancenanteile gehabt. Dennoch, „wenn’s hinten nicht läuft, dann läuft es vorne meist auch nicht“, so Gahlert. Und einfacher wird es nicht. Neben Lisiecki und Reichel werde am kommenden Wochenende in der Abwehr auch Youngster Mertens fehlen.

Und warum man in Wernigerode trotzdem zuversichtlich ist? „Weil wir daran glauben“, stellt der Devils-Coach fest. Man habe im Trainerstab noch einmal ausführlich darüber diskutiert und werde ein paar Kleinigkeiten verändern. Dass man zuhause spielt, sei ein weiterer Grund. „Es hat sich bei uns mittlerweile eine Fangemeinschaft entwickelt, die uns immer, auch bei Auswärtsspielen, tatkräftig und sehr kreativ unterstützt. Ich hoffe, dass sie uns wie im Heimspiel gegen Weißenfels ins Halbfinale peitscht“, schließt Gahlert ab.

Krohne: „Müssen ein Gang höher schalten“

Auch Berlin startete im Hinspiel gegen den MFBC Leipzig schwach und lag mit 0:3 zurück, glich im Schlussdrittel aus, unterlag mit einem Tor Unterschied. Trainer Timo Krohne sei mit dem Spiel aber nicht ganz unzufrieden, zumal es eine positive Tendenz markiere. Mit dem Deutschen Meister tat sich Berlin diese Saison sehr schwer, unterlag in der Ligaphase deutlich mit 4:7 und 6:11. Neben individuellen Fehlern und einer nicht allzu durchschlagskräftigen Offensive bedauerte Krohne auch die vergeudeten Überzahlsituationen zum Ende des Spiels hin.

Am vergangenen Sonntag hätte es nur Details gelegen und für die Heimspiele habe man seine Hausaufgaben gemacht. „Wir haben unseren Plan, unser Team ist hungrig und wir werden unsere Leistung noch einmal steigern. Das, was wir bereit sind zu zeigen, und in dieser Saison bereits mehrmals unter Beweis gestellt haben, konnten wir am letzten Wochenende nicht zu 100% abrufen“, so Krohne. Zuhause wolle man aber einen Gang höher schalten, und diesen dann auch bis Sonntagabend eingelegt lassen.