Überraschungen durch Lilienthal und Dümpten

Lilienthal nutzt die Formschwäche der Red Devils und zieht erstmals ins Halbfinale ein. /Foto: Christine Höfelmeyer

Lilienthal nutzt die Formschwäche der Red Devils und zieht erstmals ins Halbfinale ein. /Foto: Christine Höfelmeyer

Irre Dramatik im Viertelfinale sowie den Playdowns: Wernigerode gleicht zunächst gegen Lilienthal aus, verliert dann aber das Entscheidungsspiel. Hamburg dreht indes seine Serie gegen Chemnitz, der SC DHfK scheitert sensationell an Dümpten.

„Siegen ist schön. Morgen nochmal, Männers“, schrieb Wernigerode-Trainer Peter Gahlert. Soeben hatte sein Team Lilienthal im zweiten Viertelfinalspiel 8:7 besiegt und damit die Viertelfinalserie in die Entscheidungspartie geschickt. Doch dort bewiesen die Wölfe am heutigen Sonntag die besseren Nerven: In der 3. Minute der Overtime schoss Bothe den TVL zum 6:5-Sieg und damit erstmals ins Halbfinale. Wernigerode scheitert indes, wie vergangene Saison Hamburg, als Dritter am Sechsplatzierten.

MFBC entwickelt sich zum Titelanwärter

Den ersten Schritt zu einer möglichen Titelverteidigung ging der MFBC Leipzig: Mit einer erneut starken Defensivleistung beendete man die Viertelfinalserie gegen Berlin dank eines 4:2-Erfolgs in der Hauptstadt bereits nach zwei Spielen. Angesichts der inzwischen sattelfesten Abwehr und einem starken finnischen Trios Lethinen-Koivistoinen-Ronkanen, das den Unterschied machen kann, ist Leipzig inzwischen alles zuzutrauen. Sie treffen nun im Halbfinale auf Aufsteiger Kaufering, Lilienthal bekommt es mit Weißenfels zu tun.

Dresden hatte trotz 25 Punkten die Playoffs verpasst, sicherte sich nun in den Playdowns gegen Döbeln aber zumindest souverän den Klassenerhalt. Am Samstag ebnete ein 4:0-Startdrittel den Weg zum 12:7-Erfolg, gleichzeitig der nötige zweite Sieg. Nerven bewies der ETV Hamburg gegen die FloorFighters Chemnitz. Zunächst gewannen die Hanseaten 7:5, nur 22 Stunden später schoss Herrmann eine Minute vor Ende der Overtime den ETV zum 6:5 und dem Verbleib in Liga eins. Zwischen Chemnitz und Döbeln steht nun also ein heißes Derby an – Der Verlierer muss absteigen.

Buckermann schießt Dümpten ins Glück

In den Aufstiegsplayoffs der 2. Bundesliga triumphierten die Teams aus der Nordweststaffel. Bonn ließ Halle keine Chance und führte bereits nach 20 Minuten 7:0. Am Ende stand ein sicherer 10:2-Sieg, der die Serie bereits nach zwei Partien beendete. Eine Sensation gelang Dümpten, als Vierter im Nordwesten für Bremen und Mittelnkirchen/Stade in die Playoffs nachgerückt, in Leipzig.

Dümpten darf vom Aufstieg in  die 1. Bundesliga träumen. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Dümpten darf vom Aufstieg in die 1. Bundesliga träumen. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Zwar konnte Schnelle den favorisierten SC DHfK am Samstag mit seinem Treffer 30 Sekunden vor Ende zum 6:5 noch ins Entscheidungsspiel retten, dort machten die Füchse jedoch einen 0:2-Rückstand weg. In Overtime schoss dann Kapitän Buckermann nach nur 18 Sekunden die Mülheimer ins Finale gegen Bonn. Der Sieger dieses Duells steigt direkt auf, der Verlierer wird in der Relegation auf den Gewinner der Serie Chemnitz-Döbeln treffen.

Statistik

Playoffs 1. Bundesliga
>TV Lilienthal – Red Devils Wernigerode 7:8, 6:5 s.D. (2:1)*
>MFBC Löwen Leipzig – BAT Berlin 4:2 (2:0)

Playdowns 1. Bundesliga
>UHC Döbeln 06 – Unihockey Igels Dresden 7:12 (0:2)
>FloorFighters Chemnitz – ETV PiranHHas Hamburg 5:7, 5:6 s.D. (1:2)

Playoffs 2. Bundesliga
>Saalebiber Halle – SSF Dragons Bonn 2:10 (0:2)
>Dümptener Füchse – SC DHfK Leipzig 5:6, 3:2 s.D. (2:1)

*Endstand der Serien; Modus: Best-of-three