MFBC zerlegt Kaufering

Atte Ronkanen (2. v. l.) war gegen Kaufering einmal mehr überragend. /Foto: Luisa Mocker

Atte Ronkanen (2. v. l.) war gegen Kaufering einmal mehr überragend. /Foto: Luisa Mocker

Leipzig unterstreicht seine Ambitionen auf die Titelverteidigung mit einer Machtdemonstration: 11:1 gewinnt der MFBC das erste Halbfinale gegen die Red Hocks Kaufering und ist damit wie Weißenfels nur noch einen Sieg vom Finale entfernt. Der UHC wird in Lilienthal jedoch voll gefordert und siegt nur knapp. Bonn steht indes vorm Aufstieg.

Die Formkurve von Meister MFBC Leipzig zeigt pünktlich zum Saisonfinale immer steiler nach oben. Das erste Halbfinale gegen den Überraschungszweiten aus Kaufering geriet zu einer Demonstration der Stärke. Im Angriff brutal effizient, in der Defensive kompromisslos wurde den Red Hocks der Zahn gezogen. Die Drittelergebnisse 4:0, 2:0, 5:1 stehen stellvertretend für eine über 60 Minuten dominante Leistung.

Kaufering haderte indes mit ungewohnten Lücken im Defensivverbund und ging speziell im zweiten Drittel zu fahrlässig mit seinen Chancen um. Die finnische Paradereihe um Atte Ronkanen, Henrik Koivistoinen und Toni Lehtinen überragte beim MFBC mit sieben von elf Toren einmal mehr. Für die Red Hocks wird es im Rückspiel am kommenden Samstag vor allem auch darum gehen, diese Formation zu stoppen, um den Traum vom Finaleinzug als Aufsteiger aufrechtzuhalten.

Lilienthal knapp vor Riesenüberraschung

Nachdem die bisherigen Saisonvergleiche jeweils klar an Weißenfels gegangen waren (8:4, 9:4), erwarteten die meisten Beobachter auch für das erste Halbfinale zwischen Lilienthal und Qualifikationssieger Weißenfels einen recht klaren Spielverlauf. Doch der TVL schien die Euphorie vom überraschenden Viertelfinaltriumph gegen Wernigerode nahtlos in die Duelle mit dem Rekordmeister transportiert zu haben.

In einer engen Partie ging Weißenfels zwar stetig in Führung, Lilienthal hatte aber lange die passende Antwort und glich jeweils aus. Ein Doppelschlag von Siede und Ohlsson in der 32. und 33. Minute sorgte für die 3:5-Führung. Ab diesem Zeitpunkt lag Weißenfels bis zum Ende in Front und schleppte einen knappen 5:6-Erfolg über die Ziellinie. Damit fehlt dem UHC und Leipzig jeweils noch ein Sieg zur Wiederauflage des letztjährigen Endspiels.

Chemnitz schielt nach Relegation, Bonn in Richtung Aufstieg

Hochdramatisch verlief das erste Duell im Sachsen-Derby zwischen Döbeln und Chemnitz, dessen Verlierer in die 2. Liga absteigt. Nachdem der Qualifikationsletzte aus der Muldestadt schnell 2:0 führte, kamen die FloorFighters besser ins Spiel und führten ihrerseits Anfang des Schlussdrittels 5:7. Döbeln glich aber aus, sodass es in die Verlängerung ging. Dort schoss Irrgang Chemnitz in der 64. Minute zum wichtigen Auswärtssieg.

Nur noch ein Erfolg fehlt Bonn zum zweiten Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte. Das erste Spiel des Zweitligafinals gegen Staffelrivale Dümpten verlief enger als erwartet. Zwar führten die favorisierten Dragons über die gesamten 60 Minuten. Als die Füchse im Schlussdrittel von 2:5 auf 4:5 herankamen, wurde es  nochmal spannend, der Ausgleich fiel jedoch nicht mehr. Gelingt Dümpten kommendes Wochenende keine Sensation in Form von zwei Siegen, ginge es für sie in die Relegation.

Statistik vom Wochende

Halbfinale 1. Bundesliga
MFBC Löwen Leipzig – Red Hocks Kaufering 11:1 (1:0)*
TV Lilienthal – UHC Sparkasse Weißenfels 5:6 (0:1)

Playdowns 1. Bundesliga
UHC Döbeln 06 – FloorFighters Chemnitz 7:8 s.D. (0:1)

Finale 2. Bundesliga
SSF Dragons Bonn – Dümptener Füchse 5:4 (1:0)

*Zwischenstand der Serien; Best-of-three