Falun gewinnt Superfinale!

Enström darf den schwedischen Meisterschaftspokal zum zweiten Mal hissen. / Foto: IBF Falun

Enström darf den schwedischen Meisterschaftspokal zum zweiten Mal hissen. / Foto: IBF Falun

Obwohl das schwedische Superfinale lange wie eine fades Taktikspiel daherkam, entwickelte es sich im Schlussdrittel zum Thriller schlechthin. Storvreta gelingt ein spätes Comeback, dennoch feiert Falun vor über 11.000 Zuschauern den Titel. Das Damen-Finale folgte fast derselben Dramaturgie.

Zu Beginn des Schlussdrittels führt Falun bereits mit 4:1. Die süße Rache für das zwielichtige Abwerben von Alexander Ruud, das innerhalb der schwedischen Szene große Wellen geschlagen hatte, ist zum Greifen nah. Dann Storvretas Comeback.

Stenberg, zweimal Holtz und zum ersten Mal Olsson lassen Storvreta die Partie ausgleichen, Enström hatte nur zwischenzeitig korrigiert – 5:5. In der 56. Spielminute hat Topscorer Galante Carlström den vermeintlichen Siegtreffer auf der Schaufel, schickt den Lochball per Volley aber am leeren Tor vorbei.

Highlights des Herren-Finals

In der 57. Minute zieht Routinier Hyvärinen hinter Faluns Tor, bedient im Slot Youngster Olsson, der netzt zum zweitem Mal ein. In der letzten Spielminute nimmt Faluns Head-Coach Brottmann seine Auszeit. Pünktlich. Johansson gewinnt einen Zweikampf in Storvretas Ecke, zieht zum nahen Pfosten, Haken links, Haken rechts, Abschluss – 6:6. Verlängerung.

Während Falun nun Aufwind hat, beschränkt sich Storvreta auf Konter, lässt im eigenen Slot aber mehrmals ein großes Loch klaffen – zuletzt in der 65. Spielminute. Tiefer Pass Faluns entlang der rechten Bande, Johansson leitet weiter in den Slot auf Galante Carlström, Direktabnahme, pariert, genug Zeit für einen Nachsetzer und der Ball zappelt im Netz. Falun gelingt somit nach seinem ersten Titel 2013 ein Jahr später sogar die Titelverteidigung.

Ähnlich verläuft auch das Damen-Finale. Djurgardens führt gegen Mora 3:1, hechelt aber wenige Minuten vor Spielende einem 4:5 hinterher nachdem die Schweizerin Nötzli per Doppelpack die Partie dreht. Tschöp gelingt kurz vor Spielende der Ausgleich, in der Verlängerung lässt Varli Djurgardens feiern.