Dragons wieder erstklassig, Döbeln steigt ab

Eines der zahlreichen Gesichter des Bonner Erfolgs - Niklas Bröker (mi.). /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Eines der zahlreichen Gesichter des Bonner Erfolgs – Niklas Bröker (mi.). /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Nach drei Jahren kehren die Dragons Bonn in die 1. Bundesliga zurück. Maßgeblich dafür war ein klarer 7:0-Erfolg in Dümpten. Die Mülheimer wiederum treffen in der Relegation nun auf Chemnitz. Die FloorFighters schossen Regionalrivale Döbeln wie schon 2010 ins Tal der Tränen.

Mit einem 7:0-Sieg über Dümpten entschieden die Dragons Bonn das Zweitliga-Finale auf dem schnellstmöglichen Weg und kehren damit nach drei Jahren zurück ins Oberhaus. Die Dragons beenden eine mehr als erfolgreiche Saison mit dem folgerichtigen Aufstieg. Nur zwei Niederlagen pflasterten den Weg der Bonner, eine davon im überaus dramatischen Pokalhalbfinale gegen Wernigerode beim final4.

Gelungener Generationswechsel bei den Dragons

Doch nicht nur die Ergebnisse werden diese Spielzeit für Bonn in bester Erinnerung bleiben lassen. Noch wichtiger ist die gelungene Integration einer hungrigen neuen Generation von Spielern, welche die in Zukunft zu erwartenden Abgänge der alten Haudegen um Patocka, Wolk und Kandziora zu kompensieren wissen wird. Bereits diese Saison überzeugten die Youngsters um Aydin, Merdian und Lüke in der dritten Reihe und waren dabei häufig mehr als nur Ergänzungsspieler.

Prost! Die Dragons sind wieder erstklassig. /Foto: Twitter SSF Dragons

Prost! Die Dragons sind wieder erstklassig. /Foto: Twitter SSF Dragons

Während Bonn also in der kommenden Saison die erste Liga aufmischen wird, muss Döbeln als erstes Team der Bundesligageschichte direkt absteigen – jener Modus erlebte diese Spielzeit seine Premiere. Wie schon beim ersten Abstieg der Muldestädter war es ausgerechnet Regionalrivale Chemnitz, der den Scharfrichter spielte. 2010 scheiterte man in der Relegation an den FloorFighters, diesmal in den Endspielen der Playdowns.

Raketenstart ins Schlussdrittel bringt Chemnitz in die Relegation

Nach dem engen Serienauftakt in Döbeln, den Chemnitz nach Verlängerung 7:8 gewann, entwickelte sich auch das zweite Aufeinandertreffen zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. Nachdem Deraha und Wolf den UHC Mitte des 2. Drittels mit 3:5 in Front brachten, sah es kurz nach dem Serienausgleich aus. Doch Svehla und Kytner glichen binnen 30 Sekunden aus. Im Schlussdrittel reichte den FloorFighters dann ein Raktenstart zum Sieg.

Kytner (li.) und Franz bewahrten sich mit Chemnitz die Chance auf den Klassenerhalt. /Foto: Luisa Mocker

Kytner (li.) und Franz bewahrten sich mit Chemnitz die Chance auf den Klassenerhalt. /Foto: Luisa Mocker

Svehla, Rosenthal und Irrgang stellten binnen fünf Minuten auf 8:5 – die Entscheidung. Das sechste Döbelner Tor durch Potucek in der Schlussminute war nur noch Makulatur. Der 8:6-Erfolg erhält Chemnitz seine Überlebenschancen für die 1. Liga. Wie schon letzte Saison müssen die FloorFighters in die Relegation, diesmal gegen Dümpten. Döbeln muss dagegen den bitteren Gang in Liga zwei antreten.

Statistik
Endspiele Playdowns 1. Bundesliga
>FloorFighters Chemnitz – UHC Döbeln 2:0 (8:6, 8:7 s.D.)
Finale 2. Bundesliga
>SSF Dragons Bonn – Dümptener Füchse 2:0 (7:0, 5:4)