Wieder MFBC gegen UHC

In der Zange: Andre Heißenbüttel (mi.) und sein TVL bekamen in Weißenfels keinen Fuß auf die Platte. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

In der Zange: Andre Heißenbüttel (mi.) und sein TVL bekamen in Weißenfels keinen Fuß auf die Platte. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Es kommt zur Wiederauflage des Vorjahresfinales! Während der UHC Weißenfels Außenseiter Lilienthal im zweiten Spiel 19:1 massakrierte, zwang Kaufering Leipzig via Sudden Death in die Entscheidungspartie. Dort behielt der Titelverteidiger jedoch die Nerven.

Ein bisschen war es wie verkehrte Welt, was sich am Samstag in den beiden Halbfinalpartien der 1. Bundesliga abspielte. Da zeigte sich Kaufering von der 1:11-Pleite aus Spiel eins geläutert und siegte gegen Leipzig. Lilienthal kam hingegen nach einer denkbar knappen 5:6-Niederlage in der ersten Partie in Weißenfels brutal unter die Räder. Doch der Reihe nach.

Für die Red Hocks Kaufering war das erste Halbfinale gegen einen immer stärker werdenden MFBC eine bittere Lektion – gleich mit zehn Toren Unterschied wurde man abgewatscht. Doch nur eine Woche später zeigte sich der Aufsteiger wie gewandelt. Offenbar hatte Coach Christoph Huber den Schlüssel gefunden, um den Titelverteidiger ein Bein zu stellen.

Red Hocks im Sudden Death, Lilienthal wird überrollt

So blieb im samstäglichen Duell beider Teams beispielsweise der in der Vorwoche überragende Atte Ronkanen ohne jede Torbeteiligung. Vorne fielen zudem wieder die nötigen Tore. Beim Stand von 5:5 ging es schließlich in die Verlängerung – die Lieblingsübung der Red Hocks. Gerade einmal 48 Sekunden benötigte deren Kapitän Falkenberger, um sein Team in der sechsten Verlängerung der Saison zum sechsten Sieg zu schießen. Eine beeindruckende Bilanz.

Der MFBC musste vor stimmungsvoller Atmosphäre in Kaufering über die volle Distanz - und bestand. /Foto: Sybille Schmidt, redhocks.de

Der MFBC musste vor stimmungsvoller Atmosphäre in Kaufering über die volle Distanz – und bestand. /Foto: Sybille Schmidt, redhocks.de

Während Kaufering sich also die Chance auf den Finaleinzug bewahrte, war der Lilienthaler Traum bereits nach 20 Minuten Spielzeit am Samstag ausgeträumt. 0:5 lagen die Niedersachsen da bereits gegen effiziente Weißenfelser zurück. Und der UHC kannte keine Gnade, während Lilienthal in der Folge in alle Einzelteile zerfiel. Nach zwei Dritteln stand es 0:11, bei Spielende 1:19. Weißenfels also im Finale, Lilienthal muss nun bis zum Bronzespiel seine Wunden lecken.

MFBC beweist Nerven, Kaufering hadert mit den Chancen

Den Gegner des UHC ermittelten am Sonntag die Red Hocks und der MFBC – wieder vor beeindruckender Kulisse im ausverkauften Sportzentrum. Die frühe Führung durch Falkenberger drehen Stwan, Lehtinen per Penalty und Ronkanen im ersten Drittel zugunsten des Titelverteidigers. Der bleibt im weiteren Spielverlauf hinten konsequent und baut vorne den Score kontinuierlich aus: Kanta in Überzahl und Topscorer Koivistoinen stellen auf 5:1.

Kaufering hadert indes, wie schon in Spiel eins, mit seinen Abschlüssen. Der zweite Treffer durch Falkenberger zehn Minuten vor Ende kommt viel zu spät, Ronkanen sorgt anderthalb Minuten vor Abpiff mit seinem Empty-Net-Tor für die endgültige Entscheidung. Damit kommt es im Finale zur Wiederauflage des letztjährigen Endspielduells. In Weißenfels wird man sich ungern erinnern: Auch damals war der MFBC via Viertelfinale bis zum Titel gestürmt.

Statistik Halbfinale 1. Bundesliga
>UHC Sparkasse Weißenfels – TV Lilienthal 2:0 (19:1, 6:5)
>Red Hocks Kaufering – MFBC Löwen Leipzig 1:2 (2:6, 6:5 s.D., 1:11)