Prager Debakel

Titel behauptet - Vitkovice überrumpeln Tatran. / Foto: cesky florbal

Titel behauptet – Vitkovice überrumpeln Tatran. / Foto: cesky florbal

Seit drei Saisons findet in der Prager O2 Arena das tschechische Superfinale statt. Auch dieses Jahr standen erneut lokale Vereine im Endspiel, erlebten aber ein brutales Debakel gegen ihre schärfste Konkurrenz aus dem Osten des Landes. Bei den Damen endete sogar eine achtjährige Titelsträhne.

Wie die Herren so auch die Damen des Ostrauer Vereins Vitkovice schafften dieses Jahr den Einzug ins Endspiel. Während die Herren gegen den Ligaprimus Tatran Stresovice den Titel zu verteidigen hatten, gliche ein Erfolg der Damen einer kleinen Sensation. Schließlich hatte der Gegner Herbadent die letzten acht Meisterschaften für sich entscheiden können. Es folgte aber ein mährischer Triumph sondergleichen.

Im Damen-Finale begann Herbadent entschlossen, verpasste vor über 6.000 Zuschauern aber frühzeitig zahlreiche gute Chancen. Vitkovice ließen sich da weniger bitten als kurz vor Drittelende Sponiarova die Königsblauen in Führung brachte. Herbadent begann zu straucheln, Vitkovice legten nach – Pastusova, Klapitova, Frenecikova und Sladeckova schraubten den Endstand auf 5:0 hoch. Ein Klassenunterschied.

Das Ende einer Ära - Vitkovice skalpieren Dauermeister Herbadent. / Foto: cesky florbal

Das Ende einer Ära – Vitkovice skalpieren Dauermeister Herbadent. / Foto: cesky florbal

Ähnliches gelang auch den Herren aus dem Osten der Republik. Vitkovice wirkte gegen Tatran von Beginn an technisch versierter, der Rekordmeister haderte bis zum Spielende mit seiner Offensive. Hajek überraschte Kafka mit einem Schuss hinterrücks des Tores, der von der Torhüterlegende ins Tor kullerte. Im Schlussdrittel erhöhte derselbe Schütze per Direktabnahme und Hruby schlenzte zum 3:0 ein. Richter konnte zwar korrigieren, der Titel bleibt aber in Vitkovice.

Mit nur einem Tor in 120 Spielminuten scheiterten die Prager Vereine am eigenen offensiven Unvermögen. Der Event beeindruckte dennoch. Trotz prominenter Gäste wie Olympiasieger Dominik Hasek (Eishockey) und Barbora Spotakova (Speerwurf) verbuchte das Herrenfinale mit unter 10.000 Zuschauern einen leichten Rückgang, die Damen setzten hingegen eine Bestmarke.

Tatran Omlux Střešovice – 1. SC WOOW Vítkovice 1:3 (0:0, 0:1, 1:2)
Tore: 55. Richter (M. Vávra) – 39. Hájek, 47. Hájek (Hubálek). 52. Hrubý (Hubálek). Zuschauer: 9562

1. SC WOOW Vítkovice – Herbadent Praha 11 SJM 5:0 (1:0, 1:0, 3:0)
Tore: 19. Šponiarová, 36. Pastušková (Šupáková), 42. Klapitová (H. Sládečková), 59. Ferenčíková (Enenkelová), 60. H. Sládečková. Zuschauer: 6413