Déjà-vu oder Revanche?

Stanislav Kanta (MFBC, li.) und Axel Kuch (UHC, re.) treffen mit ihren Teams dieses Wochenende zu den Titelendspielen aufeinander. /Foto: Luisa Mocker

Stanislav Kanta (MFBC, li.) und Axel Kuch (UHC, re.) treffen mit ihren Teams dieses Wochenende zu den Titelendspielen aufeinander. /Foto: Luisa Mocker

Nach drei Wochen Pause geht die Finalserie der 1.Bundesliga am Wochenende ihrer Entscheidung entgegen. Durch den 8:5-Sieg im ersten Spiel hat Titelverteidiger MFBC gleich zwei Matchballe gegen Rekordmeister Weißenfels. Die haben allerdings den Heimvorteil.

Déjà-vu oder Revanche? Auf diese einfache Formel kann man die Ausgangssituation vor den finalen Partien der Bundesliga an diesem Wochenende herunterbrechen. Eine Niederlage in nur einem der beiden Spiele käme für den überlegenen Qualifikationssieger aus Weißenfels einem schmerzhaften Déjà-vu gleich: Auch letzte Saison unterlag man dem MFBC überraschend in zwei Finalspielen, nachdem das Team zuvor in 20 Ligaspielen keine Niederlage kassiert hatte. Mit zwei Heimsiegen kann für diese Schmach wiederum Revanche geübt werden.

Die Hauptfrage wird sein, welches Team die ungewöhnlich lange Unterbrechung von drei Wochen nach der ersten Partie besser genutzt hat. Über einen solchen Zeitraum die Spannung in ihren Mannschaften zu konservieren, wird für die Coaches Martin Brückner (UHC) und Lutz Gahlert (MFBC) wahrscheinlich die größte Herausforderung dargestellt haben. Dafür dürfte wiederum für die taktische Analyse und Ausrichtung mehr als genügend Trainingszeit geblieben sein.

MFBC gibt Favoritenrolle an Weißenfels ab

Leidenschaft habe gegen Spielkultur gewonnen, meinte MFBC-Routinier Ingmar Penzhorn nach dem 8:5-Sieg in Spiel eins gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Durch den Erfolg hat sich der MFBC, der seit Jahreswechsel einen rapiden Anstieg der eigenen Formkurve verzeichnet, einen kleinen Vorteil verschafft. Dennoch schiebt MFBC-Trainer Gahlert dem UHC die Favoritenrolle zu: „Klar ist, dass sie nach wie vor der haushohe Favorit sind.“ Zudem seien die Trainingsbedingungen während der 3-Wochen-Pause in Leipzig nicht ideal gewesen, deutet Gahlert an. Aufgrund der Osterferien waren die Hallen teilweise geschlossen, sodass Trainings ausfallen mussten. „Der Druck liegt bei Weißenfels, dort ist der Meistertitel, nach einer titellosen Saison, Pflicht“, schätzt Gahlert.

Der UHC wiederum hält sich im Vorfeld des Entscheidungswochenendes in seinen Pressemitteilungen zurück. Die Pause sei zur intensiven Vorbereitung genutzt worden und bis auf Goalie Erik Vogel, der an einer Fußverletzung laboriert, stünden alle Kräfte zur Verfügung, heißt es lediglich. Kampfansagen: Fehlanzeige. Wie üblich konzentriert man sich beim UHC auf sich selbst. Für das Team wird es am Wochenende vor allem darum gehen, die Köpfe frei zu halten – speziell von den bösen Geistern der Vorsaison. Spielerisch ist der UHC tatsächlich eine Klasse für sich, nun muss es sich allerdings mental bewähren. Déjà-vu oder Revanche? Diese Frage wird ab morgen definitiv geklärt.

Finale 1. Bundesliga
>Spiel 2: Sa, 10.5., 18 Uhr, Stadthalle Weißenfels (zum Liveticker)
>Spiel 3 (optional): So, 11.5., 16 Uhr, Stadthalle Weißenfels