Neue Regeln: Fußpass ok!

Im Blickpunkt - Die Referees entscheiden ab kommender Saison nach überarbeitetem Regelwerk. /Foto: IFF

Im Blickpunkt – Die Referees entscheiden ab kommender Saison nach überarbeitetem Regelwerk. /Foto: IFF

Alle vier Jahre überarbeitet der Internationale Floorball-Verband IFF die bestehenden Floorball-Regeln. 2014 ist wieder ein solches Regeljahr. Das Regelwerk von Floorball Deutschland wurde in diesem Zuge angepasst und komplett überarbeitet. Was ändert sich zur nächsten Saison?

Die größte Änderung ist der Wegfall des Fußpasses (Regel 5.7.8). Dieser wird nun auch für Feldspieler legal – bisher durfte nur der Goalie von seinem Torraum aus mit dem Fuß passen. „Dennoch denke ich, dass die Regeländerung den größten Einfluss auf das Einbinden des Torhüters außerhalb seines Torraums haben wird“, schätzt Bundesliga-Schiedsrichter Jan Hoffmann.

Der Goalie dürfe künftig überall auf dem Feld, und eben nicht nur in seinem Torraum, Fußpässe spielen und annehmen. Weiterhin verboten bleiben für ihn wie auch seine Feldspieler Torschüsse mit dem Fuß sowie die Ausführung von Standardsituationen mit dem Fuß und das Fußspiel, also das doppelte Vorlegen des Balls mit dem Fuß.

Neue Vorgaben bei der Vorteilsregel

Weitere Änderungen: Bei abgepfiffenen Vorteil wird der Freischlag jetzt am Ort des letzten Vergehens ausgeführt. Bisher war es am Ort des ersten Fouls. Zudem dürfen die Teams nicht von alleine auf den Vorteil verzichten, indem sie dem Schiedsrichter signalisieren, das Spiel zu unterbrechen. Dies entscheidet nur der Referee.

Die 5`-Strafe für Wiederholte Vergehen wird indes ersatzlos gestrichen. „In der Regelpraxis hatte sie durch ihre strengen Anforderungen auch kaum Anwendung gefunden“, weiß Hoffmann. Es wird an dieser Stelle, laut neuem Regelwerk, stattdessen weiter 2`-Strafen geben. Explizit wurde unter dem Vergehen Spielverzögerung nunmehr auch das verspätete Erscheinen von Teams aus der Drittelpause aufgenommen: Das ist zukünftig ebenso mit einer 2`-Strafe zu ahnden.