Der nächste Schritt

Nach einer mäßigen BL-Saison gelang mit Heidenau die Verteidigung des KF-Titels. / Foto: Marko Förster

Nach einer mäßigen BL-Saison gelang mit Heidenau die Verteidigung des KF-Titels. / Foto: Marko Förster

Die Heidenauerin Franziska Kuhlmann erlebt in diesem Sommer einen besonderen Karriereschub. Die 27-Jährige wird nicht nur Kapitänin der Nationalmannschaft, sondern wechselt auch zum Schweizer Spitzenklub Zug United. Dort will sie um einen Stammplatz kämpfen.

Nach Franziska Mietzschs Rücktritt als Spielführerin der deutschen Damen-Nationalmannschaft wurde mit Franziska Kuhlmann eine erfahrene Nachfolgerin gefunden. Unterstützt von ihren neuen Assistenz-Kapitäninnen Laura Neumann und Simone Schwarz soll die Offensivspielerin die Auswahl von Simon Brechbühler in die WM-Quali und hoffentlich auch in die Weltmeisterschaft selbst führen.

„Zu allererst muss ich sagen, dass ich niemals gedacht hätte Kapitänin der Nationalmannschaft zu sein“, gesteht Kuhlmann. Es sei eine große Ehre und mache sie stolz. „Anfangs habe ich mir überlegt wie ich jetzt auftreten soll, was ich vielleicht ändern könnte, aber diese Gedanken habe ich schnell abgelegt. Ich möchte mir keine Ziele oder Erwartungen stellen, das setzt mich nur unter Druck. Ich habe mir vorgenommen mich nicht anders zu verhalten wie bisher. Das sollte nicht die schlechteste Idee sein, immerhin wurde ich anscheindend deshalb gefragt.“

Die deutsche Nationalmannschaft erlebte auch Änderungen im Staff, während sich Co-Trainer Johann Lörtscher und Teamchef Alain Brechbühler verabschiedet haben, stößt als Assistent Andreas Kappler, Bundestrainer der Damen zur Jahrhundertwende, hinzu. Adela Jaucova, Teamguide des Teams bei der vergangenen WM in Tschechien, übernimmt den Teamchef-Posten.

Kuhlmann erwartet aber noch ein viel größerer Schritt. Mitte August zieht sie in die Schweiz, wo sie für Zug United auflaufen wird. Doch wie kam es dazu? „Der Sportchef hat mich bei der WM in Tschechien spielen sehen und den neuen Trainer Renato Wyss gefragt, ob er mich kennt. Renato und ich kennen uns schon ein paar Jahre, also konnte er das bejahen. Er hat mich dann auch kontaktiert und gefragt, ob ich Lust dazu hätte.“

Im Team des ehemaligen Bundestrainers, das im kommenden Oktober sogar am Champions Cup teilnehmen wird, will Kuhlmann aber keine Nebenrolle spielen. „Ein Stammplatz wäre super! Dafür muss ich aber noch meine Kondition verbessern, das ist schon etwas anderes als in Deutschland. Aber da bin ich dran. Sonst will ich mich gut ins Team einleben und mit den Mädels um jeden Sieg kämpfen.“