Abschied eines Pioniers

Während Hannes Öhman in der Superligan ein Star und beim Großverein Storvreta IBK eine feste Größe war, blieb ihm das Glück in der finnischen Nationalmannschaft verwehrt. Mit 38 Jahren beendet er nun seine beeindruckende Karriere.

„Ich hatte eine großartige Zeit und muss mich bei allen Trainern und Mitspielern, die mich begleitet haben, bedanken. Mein Herz schlägt für Storvreta und ich werde in Zukunft alles dafür tun, den Verein weiter zu unterstützen“, sagt Öhman. Die Motivation, hart zu traininieren, sei aber dem Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, gewichen.

Vor 15 Jahren waren finnische Spieler noch eine Seltenheit in Schweden. Häufig haftete ihnen das Klischee an, viel zu verspielt zu sein und mit körperbetonten Spiel nicht klarzukommen. Öhman aber wurde berüchtigt für seinen druckvollen Spielstil und ebnete für spätere Legionäre wie Kohonen oder Tiitu den Weg – zunächst sechs Saisons bei Balrog, eine bei Falun, ab dann bei Storvreta. In seinen acht Jahren bei den Falken eroberte er dreimal die schwedische Meisterschaft und führt mit 474 Toren die ewige Goalgetter-Liste an.

Ende Gelände - Öhman macht nach 15 Jahren Superligan Schluss. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Ende Gelände – Öhman macht nach 15 Jahren Superligan Schluss. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

In der finnischen Nationalmannschaft wurde Öhman aber nie wirklich glücklich. Der pragmatische Offensivler passte nie wirklich ins laufintensive Konzept von Trainerlegende Nykky. Zwar nahm Öhman an vier Weltmeisterschaften teil (1998, 2000, 2002 und 2004), danach war aber Schluss. 2012 hoffte Öhman unter dem neuen Coach auf ein spätes Comeback. Vergebens. Seine Enttäuschung verbarg der Hüne nie.

Nach dem verpassten Titel im diesjährigen Superfinal zog Öhman einen Schlussstrich. Bei Storvreta soll er jetzt als Jugendkoordinator zusammen mit Chefcoach Stefan Forsman für neuen Auftrieb beim Nachwuchs sorgen.