Berlin will in den Norden

Mit Blick nach oben - Berlin will in der Regionallige Nord starten. / Foto SG Berlin PR

Mit Blick nach oben – Berlin will in der Regionallige Nord starten. / Foto SG Berlin PR

Die Damen der SG Berlin lehnen eine Teilnahme in einer gemeinsamen Regionalliga Ost mit Grimma und Weißenfels ab. Man wolle lieber im Norden starten, wo man einen breiteren und ausgeglicheren Wettbewerb erwarte. Im Osten könne sich die SG nicht weiterentwickeln, meint Coach Daniel Flister.

„Eigentlich hatten wir in der Bundesliga einen Zuwachs um ein bis zwei Teams erwartet. Stattdessen hat sich mit der SG Chemnitz/Heidenau genau unser einziger ebenbürtiger Gegner aus der Liga verabschiedet“, beschreibt Daniel Flister die Situation der Berlinerinnen.

Die Umwandlung der Bundesliga in eine Regionalliga nahm der SG außerdem die Chance auf eine Sportförderung im mittleren vierstelligen Eurobereich. „Das ist richtig, wir haben einen Antrag auf Förderung einer Bundesliga-Mannschaft gestellt. In der aktuellen Situation erfüllen wir die Förderrichtlinien aber nicht mehr.“

Sportlich sieht die SG ihre Zukunft im Norden. „Eine Regionalliga mit Grimma und Weißenfels kommt für unsere Spielerinnen nicht in Frage“, meint Flister. Alle Spiele der letzten Saison in der Bundesliga hätte man gegen diese Teams deutlich und zweistellig verloren. „Neben der fehlenden Motivation bieten Spiele, in denen man permanent mit der Defensive beschäftigt ist, auch keine Möglichkeit sich spielerisch weiter zu entwickeln“, so Flister, man bräuchte auch gleichwertige Konkurrenz.

Engagierte Vorbereitung - die SG im Trainingslager am vergangenen Wochenende. / Foto: SG Berlin PR

Engagierte Vorbereitung – die SG im Trainingslager am vergangenen Wochenende. / Foto: SG Berlin PR

Ob der Sprung in den Norden gelingt, ist offen. „In der Regionalliga Nord stand schon ein Spielplan fest, als wir noch gehofft hatten, in einer Bundesliga mitzuspielen. Allerdings zeigen sich hier der Vorstand und auch die Spielbetriebskommission sehr offen für unseren Vorschlag. Aktuell werden die Teams befragt und ein möglicher angepasster Spielplan erstellt.“

Dort sein die Konkurrenz viel spannender. „Sollte uns die Regionalliga Nord im Großfeld endgültig aufnehmen, dann erwarten uns dort eher unbekannte Gegner. Hier würde wir allerdings einen der vorderen Plätze anvisieren.“ Jene Hallenzeiten, die man für die Bundesliga freigehalten habe, wolle man für Freundschaftsspiele gegen weitere Mannschaften nutzen.

Die SG Berlin werde aber auf jeden Fall an der Kleinfeld Regionalliga Ost teilnehmen. Hier habe sich laut Flister ein attraktives Teilnehmerfeld mit neun Mannschaften etabliert. „Dort haben wir die Möglichkeit neue Spielerinnen zu testen und auch den Nachwuchs mitzunehmen“, schließt der Wahlberliner ab.