Nilsson: „Wir haben viel gelernt.“

Nilssons Perspektive - Die Hamburger beim Promo-Shooting. / Foto: ETV Hamburg, Andreas Salomon-Prym

Nilssons Perspektive – Die Hamburger beim Promo-Shooting. / Foto: ETV Hamburg, Salomon-Prym

In der vergangenen Saison balancierte Hamburg gefährlich nahe an der Abstiegsschlucht, 14/15 soll das nicht mehr passieren. Coach Johan Nilsson hat zwar diverse Abgänge zu verkraften, zurück kommen aber zwei treffsichere Knipser. Die Piranhhas haben Hunger, müssen es aber erst wieder beweisen.

Floorballmagazin: Wie bist du mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden? Gab es schon erste Generalproben?

Johan Nilsson: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben viele neue Spieler und zusammen wieder neue Motivation und Freude für Floorball und unsere Mannschaft gefunden. Im Training machen alle einen sehr guten Eindruck. Ende August war der komplette Kader in Dänemark und hat dort drei Freundschaftsspiele gegen dänische Erstligisten absolviert. Jetzt freuen wir uns, dass es endlich wieder los geht, und wir sind bereit.

Kappel, Neumann und Wittneben sollen ausfallen für die Saison, dafür kommen Hoffmann und Koivisto zurück. Was bedeutet das für den Kader?

Das stimmt, Kappel und Neumann werden erstmal nicht dabei sein. Wittneben ist bis Dezember in Kanada und wir schauen, was danach passiert. Und Hoffmann und Koivisto sind zusammen mit ein paar andere interessante Spieler neu bei uns und ich glaube, wir konnten im Sommer eine sehr gute Mannschaft aufbauen, die gemeinsam etwas erreichen will. Natürlich profitiert der Kader von der Erfahrung von Hoffmann und Koivisto, aber ich lege viel Wert auf die Gruppe, weil eine Mannschaft nur dann erfolgreich spielen kann, wenn sie eine Mannschaft ist.

Wenn du die Transfers der Konkurrenz beäugst, wo siehst du die größten Favoriten?

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht viel auf die andere Mannschaften geschaut, und es interessiert mich eigentlich auch nicht so sehr. Aus Erfahrung denke ich aber, dass Weißenfels, Leipzig und Wernigerode wieder interessante Spieler geholt haben. Worauf ich sehr neugierig bin, ist, wie sich die neue, jüngere Generation in der Liga präsentieren wird.

Letztes Jahr kam Hamburg den Absteigsrängen gefährlich nah. Wird man sich diese Saison besser behaupten können?

Ach, entweder zitterst du um den Abstieg oder du darf um die Meisterschaft spielen. Wir haben letztes Jahr vieles gelernt, aber jetzt ist es ein neues Jahr und da starten alle wieder mit null Punkten.

In Hamburg hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Zuschauerzahlen sind auch dank Bierstand stark gestiegen. Was erwartet ihr als Verein strukturell von den kommenden 12 Monaten?

Ich hoffe, dass die Zuschauerzahlen weiter steigen und dass wir unsere Besucher auch mit attraktivem Floorball begeistern können. Dann haben wir im Sommer diverse Partnerschaften verlängert und neu geschlossen. Wir versuchen auch intern unsere Trainer zu verbessern, damit unsere Spieler ein gutes Training mit optimalen Voraussetzungen haben. Das sind nur ein paar Themen, die in unserer Abteilung anstanden. Ich glaube, wir wollen genau wie viele andere auch in Zukunft eine gute Floorball-Mannschaft zusammenkriegen und dafür ist harte und weitsichtige Arbeit erforderlich.