Lilienthals irrer Kollaps

Schwere Zeiten in Lilienthal: Nati-Goalie Hallerstede (vorn) und seine Kollegen verloren nicht nur den Trainer, sondern auch gleich beide Spiele am Wochenende. /Foto: Christine Höfelmeyer, floorball-lilienthal.de

Schwere Zeiten in Lilienthal: Nati-Goalie Hallerstede (vorn) und seine Kollegen verloren nicht nur den Trainer, sondern auch gleich beide Spiele am Wochenende. /Foto: Christine Höfelmeyer, floorball-lilienthal.de

Bei Aufsteiger Bonn gibt der Vorjahres-Vierte einen sicher geglaubten Sieg unfassbar aus der Hand. Dazu trat vor dem Wochenende der Trainer zurück. Doch auch die anderen Spiele geben zu reden und zeigen – die 1. Bundesliga ist spannend wie nie!

Als Torben Kleinhans in der 42. Minute das 5:1 für Lilienthal erzielte, schien der zweite Saisonsieg für die Wölfe unter Dach und Fach. Scheinbar unbeeindruckt von dem Rücktritt Bastian Barthels als Trainer – sein zeitintensives Studium ließ ein weiteres Engagement nicht zu, hieß es – spulten die Niedersachsen ihr Programm bei Aufsteiger Bonn ab.

Doch in den letzten sieben Minuten erlebte Lilienthal einen irren Kollaps: Bröker (53.), Aydin (56.) und Merdian (57.) sorgten für den Anschluss. Dann folgte der Auftritt von Routinier Patocka: Binnen 12 Sekunden drehte er die Partie auf 6:5 und bescherte Bonn ein nicht für möglich gehaltenes Happy End. Lilienthal verlor indes auch tags darauf daheim gegen Kaufering 3:8 und grüßt weiterhin aus dem Tabellenkeller.

Auf und Ab für Floor Fighters

Ein Auf und Ab erlebten auch die Floor Fighters Chemnitz: Nachdem das Team in eigener Halle am Samstag trotz eines Kapucian-Dreierpacks im ersten Drittel Wernigerode chancenlos mit 3:9 unterlag, zerlegten sie indisponierte Dresdner (die tags zuvor in Leipzig beim 7:10 noch eine ansprechende Leistung gezeigt hatten) keine 24 Stunden später auswärts mit 13:3 und rückten wieder in die Playoff-Ränge vor. Gleiches gelang Hamburg, das Kaufering 4:3 niederrang. Die Bayern nahmen, wie geschrieben, dank des Siegs in Lilienthal am nächsten Tag immerhin drei Punkte von ihrer Nord-Tour mit.

Dresden und Leipzig (re., Böthgen) lieferten sich eine torreiche Partie, die der MFBC 10:7 gewann. /Foto: Luisa Mocker

Dresden und Leipzig (re., Böthgen) lieferten sich eine torreiche Partie, die der MFBC 10:7 gewann. /Foto: Luisa Mocker

Das Spitzenspiel zwischen Leipzig und Wernigerode nahm erst spät Fahrt auf, entschädigte jedoch mit neun Toren im Schlussdrittel und zehn Minuten Verlängerung für zuvor 40 eher mäßige Minuten: Ibold und Kuittinen (beide 59.) retteten mit ihren Treffern die Red Devils in die Overtime. Nachzusitzen hatte um ein Haar auch Weißenfels: Nach Herlts Treffer (58.) ins Empty-Net zum 9:6 schien die Partie in Berlin entschieden, doch Witte und Vaicis sorgten mit einem Doppelschlag (59.) für Spannung. Trotz Ausgleichschancen rettete der Meister den Auswärtssieg aber über die Zeit.

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